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Bildung & Uni, Recht, Tools, Veranstaltung

Richter:innenwoche: Mehr KI-Einsatz in der Justiz

©ejn

Graz. Noch bis 17. Mai dient die Richter:innenwoche der Fortbildung: Ein zentrales Thema sind Nutzen und Gefahren von KI in der Justiz.

Am 14. Mai 2024 begann die diesjährige Richter:innenwoche, die noch bis 17. Mai 2024 in Graz stattfindet. Die Veranstaltung soll den österreichischen Richter:innen zur Fortbildung und zum Austausch über aktuelle Themen dienen. Dieses Mal stehe thematisch der potenzielle Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Justiz und die damit verbundenen Nutzen, Gefahren und Herausforderungen im Mittelpunkt, so eine Aussendung des Justizministeriums.

„KI ist in aller Munde“

Justizministerin Alma Zadić begrüßte in ihrer Eröffnungsrede die Möglichkeiten, die mit den neusten technischen Entwicklungen einhergehen, rief aber auch zu einem sorgsamen Umgang damit auf: „Im Mittelpunkt der diesjährigen Richter:innenwoche steht das Thema Künstliche Intelligenz. Ein Thema, das aktuell in aller Munde ist. Und gerade die österreichische Justiz nimmt international eine Spitzenstellung in Digitalisierungsfragen ein. Wir müssen natürlich offen für Neues sein, aber gleichzeitig müssen wir auch wachsam bleiben. Es gilt genau zu beleuchten, wo sich sinnvolle Einsatzgebiete bieten und wie die neue Technologie bestmöglich genützt werden kann.“

Selbstverständlich müsse man sich auch im Klaren darüber sein, in welchen Bereichen KI keine Hilfe ist und welche Gefahren von ihr ausgehen können, so die Justizministerin weiter: „KI kann auch unsere Grundrechte beeinträchtigen und zwar nicht nur den Schutz der Privatsphäre – alleine wenn man an die in den Datensätzen erhaltene Diskriminierungsmuster denkt. Daher ist es wichtig, dass KI-Reglementierung dies berücksichtigt und wirksame Schutzmechanismen geschaffen werden.“

Die Programmpunkte

Den ersten Festvortrag hielt der Präsident des Obersten Gerichtshofs, Univ.-Prof. Georg Kodek, zu der Frage „KI in der Justiz: Hype oder Game-changer?“ In seiner Rede befasste er sich mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der Justiz, die von bereits vorhandenen Tools wie Spracherkennungsprogrammen bis hin zum futuristischen Modell des „Robo-Judge“ reichen. Dabei erläuterte er faktische Grenzen der Einsatzmöglichkeiten und auch rechtlichen Schranken, die sich etwa aus den Grund- und Menschenrechten oder dem AI Act ergeben.

Univ.-Prof. Markus Fallenböck, Vizerektor für Personal und Digitalisierung sowie Universitätsprofessor für Technologie- und Innovationsrecht an der Universität Graz sprach zum Thema „KI Governance: Wie steuert man eine disruptive Technologie?“. In weiteren Vorträgen und Diskussionsrunden der Richter:innenwoche kommen Experten zu verschiedenen mit KI-Einsatz verbundenen Chancen und Risiken für die Justiz zu Wort, heißt es.

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