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Glücksspiel-Business wächst bloß um 1,7 Prozent

©ejn

Kein Inflations-Bonus. Der Markt für Glücksspiel und Sportwetten spielte zuletzt rund 2,1 Milliarden Euro ein: Spielbanken und Online wuchsen, dagegen war die Lotterie-Sparte schwach, so Branchenradar.

Der Markt für Glücksspiel und Sportwetten wuchs in Österreich im Jahr 2023 moderat. Zuwächsen bei Spielbanken und Online-Glücksspiel stand ein Rückgang bei Lotterie-Glücksspielen gegenüber, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com.

Die Ergebnisse

Konkret erhöhten sich im Jahr 2023 die Bruttospiel- und Wetterträge, also die Spiel- und Wetteinsätze abzüglich der ausgeschütteten Gewinne, insgesamt um 1,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 2,11 Milliarden Euro. Zuwächse gab es jedoch nur in zwei Spielsegmenten:

  • Zum einen bei Spielbanken: In den 12 heimischen Kasinos erhöhte sich der Bruttospielertrag im Jahresvergleich um 15,9 Prozent auf 305 Millionen Euro. „Insbesondere im Lebendspiel zog die Nachfrage gewaltig an, nicht zuletzt als Folge eines boomenden Tourismus“, so Studienautor Andreas Kreutzer.
  • Zum anderen setzte sich das Wachstum bei Online-Glücksspiel fort, wiewohl mit verminderter Dynamik. Im Vergleich zu 2022 stieg der Bruttospielertrag nur noch um 3,0 Prozent auf 429 Millionen Euro. Grund für die vergleichsweise flache Entwicklung war im Wesentlichen das rückläufige Geschäft bei Anbietern ohne österreichische Lizenz. Der Konzessionär „win2day.at“ wuchs hingegen robust, heißt es.

Wo es seitwärts ging

Das Automatenglücksspiel außerhalb von Spielbanken (Landesausspielungen, Video-Lotterieterminals und illegale Glücksspielautomaten) sowie Sportwetten entwickelten sich im Vorjahr indessen lediglich seitwärts und stagnierten mit 313 Millionen Euro bzw. 378 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die um die ausbezahlten Gewinne bereinigten Einnahmen aus dem Lotterieglückspiel sanken um 2,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 681 Millionen Euro.

„Alles in Allem hat der Markt für Glücksspiel und Sportwetten den Einbruch während der Pandemie aber mittlerweile gut weggesteckt“, so Kreutzer: „Im Jahr 2023 lagen die Bruttospiel- und Wetterträge bereits um rund 150 Millionen Euro über dem Ergebnis von 2019“. Die Zuwächse reichen allerdings nicht aus, um die Jahresinflation 2023 von 7,8 Prozent wettzumachen.

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