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Mehr KI für die RDB von Manz: Die zweite Runde des Testbetriebs startet

Susanne Stein-Pressl ©Severin Wurnig

Fachverlage. Mehr als 500 Jurist:innen erprobten 2023 die „Manz Genjus KI“. Der Recherche-Prototyp startet nun in die zweite Runde.

Mehr als 500 Jurist:innen erprobten 2023 die „Manz Genjus KI“ im Rahmen des Manz KI-Labors“, berichtet die hauseigene Zeitschrift RECHTaktuell. Dabei handelte es sich um einen auf einem generativen Sprachmodell basierenden Rechercheprototyp, der ausschließlich auf juristische Inhalte zurückgreift. Ziel des Testlaufs war es demnach, den Einsatz von generativer KI im Rechtsbereich durch die Anwender:innen selbst bewerten zu lassen – als Vorbereitung für den Produktiveinsatz, der durch eine zweite Runde deutlich näherrücken soll, wie Manz-Chefin Susanne Stein-Pressl im Interview mit Extrajournal.Net sagte.

Der neue Durchgang

Die Vorschläge der Userinnen und User werden nun bei einem weiteren Test aufgegriffen, der im Laufe des heurigen Jahres startet. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere inhaltliche Verbesserungen durchgeführt, heißt es. Ein Team unter der Leitung von Alexander Feldinger erstellt seit Monaten zusätzliche Metadaten zu RDB-Dokumenten, die die Treffsicherheit bei der Beantwortung von Suchanfragen durch den KI-Assistenten erhöhen sollen. Die Metadaten erlauben es, Kontext und Bedeutung einer Information zu klären, um Zusammenhänge zu erkennen und das für eine Suchanfrage Relevante schnell zu finden. Die Genjus KI greife dabei ausschließlich auf aktuelle Manz-Publikationen sowie auf RIS-Inhalte zurück.

Zugriff auf Norm, BMF-Rechtsansicht und mehr

Überarbeitet wurde auch die Nutzeroberfläche, auf der sich nun Testfragen für eine erste Orientierung und zum Ausprobieren der Funktionalitäten finden. Ehe der Co-Pilot Fahrt aufnimmt, kann das gewünschte Rechtsgebiet sowie die „Kategorie“ ausgewählt werden, auf die bei der Recherche zurückgegriffen wird. Dabei stehen Optionen wie Entscheidungen, Normen, Kommentare, Zeitschriften, Sammlungen, BMF-Rechtsansichten, RDB Keywords, Steuerexpress, Klauseln und Open Access zur Verfügung.

Die Antwort auf eine Frage beinhaltet die Referenzen zu jenen Dokumenten, die zur Erstellung der spezifischen Antwort genutzt wurden. Der User kann diese Dokumente bei Bedarf dann direkt aus der Antwort heraus erreichen.

KI-Rechtsrecherche als Chat

Besonders spannend sei die neu geschaffene Möglichkeit, Folgefragen zu stellen. Damit lasse sich die ursprüngliche Anfrage präzisieren, so Feldinger. Der Chat-Verlauf bleibt dabei auch nachträglich einsehbar. Die allgemein formulierte Frage „Was ist Arbeitskräfteüberlassung?“ kann inhaltlich eingegrenzt und verfeinert werden, etwa durch eine Frage wie „Fallen darunter auch land- und forstwirtschaftliche Arbeitnehmer?“. Darüber hinaus soll Manz Genjus KI künftig zwischen unterschiedlichen Use-Cases unterscheiden können. Das beinhalte etwa die Unterscheidung zwischen einer breiten Frage (die durch eine umfassende Recherche innerhalb der Datenbank beantwortet werden muss) oder der Suche nach einem ganz bestimmten Gesetzesparagrafen oder Kommentar.

Zu Beginn der Testphase werden gezielt Spezialist:innen aus verschiedenen Rechtsbereichen eingeladen, um die inhaltliche Qualität der Antworten des KI-Assistenten fachlich zu prüfen, heißt es bei Manz weiter. Später soll der Test auf ein größeres Fachpublikum ausgeweitet werden.

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