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Business, M&A, Recht

Freshfields berät Suzano beim Einstieg bei Lenzing

Ludwig Hartenau ©Freshfields

Faserkonzerne & Bündnisse. Wirtschaftskanzlei Freshfields berät Suzano, den weltweit größten Zellstoffhersteller, beim Einstieg beim österreichischen Faserhersteller Lenzing. Die Übernahme der Kontrolle wird angepeilt.

Freshfields Bruckhaus Deringer hat die brasilianische börsennotierte Suzano S.A., den weltweit größten Zellstoffhersteller, beim Abschluss der Partnerschaft mit dem Lenzing-Haupteigentümer B&C Holding Österreich GmbH in Bezug auf die Lenzing AG beraten. Lenzing ist ein börsenotierter österreichischer Zellstoff- und Faserhersteller mit starker Stellung auf seinen Märkten.

B&C gibt die Mehrheit an Lenzing ab

Im Rahmen der Partnerschaft hat Suzano eine bedeutende Minderheitsbeteiligung von 15 Prozent vom Lenzing-Mehrheitsaktionär B&C für 230 Millionen Euro erworben und eine Aktionärsvereinbarung abgeschlossen, heißt es dazu. Die Aktionärsvereinbarung beinhalte das Recht zur Nominierung von zwei Mitgliedern des Lenzing-Aufsichtsrats sowie das einseitige Recht, einen Kontrollwechsel bei Lenzing herbeizuführen und den übrigen Lenzing-Aktionären ein obligatorisches Übernahmeangebot zu unterbreiten.

Durch den Erwerb der 15 Prozent sinkt der Anteil des bisherigen Mehrheitsaktionärs B&C an Lenzing von rund 52 Prozent auf rund 37 Prozent ab. Ziel von Suzano sei es, als strategischer Partner des Mehrheitsaktionärs B&C mit einer Minderheitsbeteiligung in Lenzing einzusteigen, um dieser mit industrieller Expertise, die auf der Kernkompetenz Zellstoff und dahingehendem Know-how basiert, beratend zur Seite zu stehen und deren Geschäftsentwicklung zu unterstützen, bevor eine Entscheidung über die Übernahme der Kontrolle über Lenzing getroffen wird, wie es heißt. Es sei aber nicht das Ziel, die Mehrheit an Lenzing zu erreichen, so Suzano-CEO Walter Schalka bei einer Pressekonferenz in Wien.

Diese Investition markiere den Beginn eines neuen Kapitels für Lenzing und lege den Grundstein für Wachstum und die weitere Entwicklung des Unternehmens. Die Transaktion wurde am 11. Juni 2024 unterzeichnet und werde vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen, voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen.

Das Beratungsteam

Das Freshfields-Team wurde laut Kanzlei von den Partnern Ludwig Hartenau und Konrad Gröller sowie Senior Associate Thomas Mollnhuber (alle Wien, Corporate/M&A) geleitet. Unterstützt wurden sie von den Associates Sabeth Rivero Mendez, Mattias Köck, Carolina Gerstacker und Lisbeth Zimmermann (alle Wien, alle Corporate/M&A). Counsel Lukas Pomaroli und Associate Iris Hammerschmid (beide Wien, beide Öffentliches Wirtschaftsrecht) berieten in Fragen zu ausländischen Direktinvestitionen.

Die steuerliche Beratung erfolgte durch Partnerin Katharina Kubik und Associate Andreas Langer (beide Wien, Steuern), während die kapitalmarktrechtlichen Aspekte von Partner Stephan Pachinger und den Associates Benedikt Graf und Alexander Bobek (alle Wien, Corporate/M&A) bearbeitet wurden.

Die regulatorischen Aspekte wurden von Partner Rafique Bachour und Principal Associate Tuna Tanik geleitet, unterstützt von Associate Riccardo Fadiga, Partnerin Merit Olthoff (alle Brüssel, Kartellrecht) und Principal Associate Sebastian Pritzkow (Düsseldorf, Kartellrecht). Special Counsel Christine Laciak (Washington D.C., Kartellrecht) und Associate Keian Razipour (New York, Öffentliches Wirtschaftsrecht) bearbeiteten CIFIUS-Angelegenheiten (CIFIUS = Committee on Foreign Investment in the United States, d.h. Regierungsausschuss zur Kontrolle von Auslandsinvestments, Anm.d.Red.).

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