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Fachverlag Manz feiert 175-jähriges Jubiläum: „Innovationen für Generationen“

175 Jahre Manz im Wiener Konzerthaus ©Martin Steiger

Wien. Zum 175-jährigen Jubiläum lud Manz zum Galaabend mit 700 Gästen. Ob Gesetzeskommentar oder KI-Tool, Innovation ist der Schlüssel, so die Chefin – die Ururenkelin des Namensgebers ist.

Manz-Geschäftsführerin Susanne Stein-Pressl und VfGH-Präsident Christoph Grabenwarter würdigten 175 Jahre unternehmerische Kontinuität und verlässliche Rechtsinformation in ihren Ansprachen, heißt es dazu. Die Marke Manz stehe seit 175 Jahren für Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit.

Vom Einführungswerk über Spezialliteratur, Kommentare, Handbücher, Fachzeitschriften bis hin zum (in der Testphase befindlichen) KI-Assistenten Genjus – Manz begleite Generationen von Jurist:innen durch ihre Karriere oder sogar darüber hinaus. Der Fachinformationsanbieter sieht sich als heimischer Marktführer und größter österreichischer Player für Rechtsinformation und feiert sein Jubiläum seit Beginn des Jahres mit einer Vielzahl an Aktivitäten; als deren Höhepunkt war das Fest am 11. Oktober gedacht.

Zum Jubiläum wird die Galanacht größer

Die jährliche „Galanacht der MANZ-Autor:innen“ zog im Jubiläumsjahr 2024 über 700 geladene Gäste an, so der Verlag. Univ.-Prof. Christoph Grabenwarter, Präsident des VfGH, führte die Gäste des Galaabends durch eine Zeitreise. Von den Anfängen des „Friedrich Manz Verlags“ nur ein Jahr nach der Märzrevolution von 1848, über das Wachsen der Staats- und Verwaltungsstrukturen in den letzten Jahrzehnten der Monarchie und somit dem steigenden Bedarf an Wissensvermittlung in (juristischen) Fachgebieten, bis hin zum Umgang mit den Krisen der ersten Republik, als der Verlag zahlreiche Werke der Weltliteratur in französischer Sprache publizierte – ein thematischer Ausflug in andere Genres, der das Überleben des Hauses sicherte.

In der Nazizeit, nach dem Abdanken von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Jahr 1933, waren nur wenige Werke mit wissenschaftlichem Anspruch erschienen. 1945, nach der Wiederherstellung der ursprünglichen Eigentumsverhältnisse, konnte der Verlag sein Potenzial langsam stärken, so Grabenwarter weiter: „In allen Rechtsdisziplinen und in allen Gattungen der Fachliteratur entfaltete sich der breit aufgestellte juristische Fachverlag.“

Christoph Grabenwarter, Susanne Stein-Pressl ©Martin Steiger

Mittlerweile sei das Familienunternehmen in fünfter Generation Österreichs Marktführer für Rechtsinformation in allen Rechtsdisziplinen. Grabenwarter: „Wir, die Autorinnen und Autoren, tragen mit den juristischen Verlagen, in denen wir publizieren, dazu bei, dass die dafür verantwortlichen Staatsorgane die nötige Wissensbasis haben, um im Rechtsstaat im Rahmen der Verfassung ihre Aufgaben erfüllen und letztlich der Friedensfunktion des Rechts entsprechen zu können.“

Die Chefin ist Ururenkelin des Namensgebers

Dann war Susanne Stein-Pressl am Wort, geschäftsführende Gesellschafterin von Manz und Ururenkelin von Markus Stein, welcher den Verlag in den 1850er Jahren erwarb und zur „Manz‘schen k. u. k. Hof-Verlags- und Universitäts-Buchhandlung“ entwickelte. Stein-Pressl strich in ihrer Eröffnungsrede heraus, was in ihren Augen seit der Zeit ihres Ururgroßvaters für das Familienunternehmen bis heute gilt: Als heimisches Familienunternehmen mit nationaler Spezialisierung sei Manz Partner der Justiz und der Wissenschaft und beteilige sich aktiv an der Förderung und bewussten Weiterentwicklung der Rechtskultur.

Für Stein-Pressl ist das Erfolgsrezept ihres Unternehmens die „Fähigkeit, die besten Köpfe des Landes als Autor:innen zu gewinnen, um mit deren Brillanz und Geistesgröße den Leser:innen Einsicht und Übersicht zur österreichischen Rechtswelt zu ermöglichen“ sowie die „hohe Affinität zu Technik und digitalen Lösungen“.

Der Verantwortung, in einer Welt von „Fake News“ vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte Inhalte auch mithilfe der neuesten Technologien zur Verfügung zu stellen, sei man sich bewusst. Derzeit wird an einer Wissensdatenbank auf Basis von Manz Inhalten – nach dem Motto „Content is King“ – gearbeitet. Mithilfe künstlicher Intelligenz werde man diese Inhalte noch effizienter zugänglich machen, bereits ab November stehe eine erste Lösung zum öffentlichen Test zur Verfügung, so die Manz-Chefin.

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