Sicherheit & Apps. Allianz ermöglicht künftig Logins mit ID Austria. Hobex übernimmt den Payment-Spezialisten Qenta. Digitale News gibt es auch bei AT&S, der Digitalbank Bunq, Omio und Companjon.
Allianz ermöglicht Login mit ID Austria
Allianz Österreich ermöglicht seit Februar 2025 den Login ins Kundenportal auch mit ID Austria. Damit setzt das Unternehmen auf das staatlich entwickelte Authentifizierungssystem, das hohe Sicherheitsstandards gewährleistet, heißt es in einer Aussendung. Kundinnen und Kunden können qualifizierte elektronische Signaturen erstellen, die rechtlich der eigenhändigen Unterschrift entsprechen. Das soll das digitale Unterzeichnen und Einreichen von Versicherungsdokumenten vereinfachen; rund 8.000 Nutzerinnen und Nutzer haben das neue Login-Verfahren bereits genutzt.
Die Integration von ID Austria in das Kundenportal sei ein bedeutender Schritt, um ein sicheres und komfortables Online-Erlebnis bieten zu können, ist Jovana Novic, COO von Allianz Österreich, überzeugt. ID Austria wird österreichweit von über drei Millionen Personen verwendet und ist eine Weiterentwicklung der Handy-Signatur und Bürgerkarte; die Nutzung ist kostenfrei und jederzeit möglich.
AT&S produziert für AMD in Malaysia
Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat seine neue Produktionsstätte im Kulim Hi-Tech Park in Malaysia fertiggestellt und beginnt mit der Großserienfertigung von High-End-IC-Substraten – das sind spezielle Trägerplatten, auf denen Hochleistungs-Halbleiterchips montiert werden. Die Fabrik beliefert unter anderem den US-Konzern AMD mit solchen Substraten für Hochleistungsprozessoren. Der Standort in Kulim ergänzt das Produktionsnetzwerk von AT&S, das nun Werke in China, Malaysia und Österreich umfasst.
Insgesamt wurden rund 1 Milliarde Euro in den Campus investiert, der eine Bruttogeschossfläche von etwa 255.000 Quadratmetern und rund 500 High-Tech-Maschinen umfasst. AT&S Malaysia beschäftigt derzeit etwa 1.500 Mitarbeitende und hat bisher rund 125 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Das Unternehmen arbeitet mit lokalen Partnern wie CREST und dem Handels- und Industrieministerium MITI im Rahmen der nationalen Halbleiterstrategie zusammen. Weltweit beschäftigt AT&S rund 13.000 Personen.
Hobex übernimmt Qenta Payments
Das Salzburger Unternehmen Hobex hat den Grazer Payment-Spezialisten Qenta Payments übernommen. Mit der Übernahme wechseln rund 1.500 Kunden sowie 13 Mitarbeitende zu der eigens gegründeten Hobex Service IT GmbH, einer Tochtergesellschaft der Hobex AG. Der bisherige Bürostandort von Qenta in Graz bleibt erhalten. Ziel der Akquisition sei es, das Angebot im Bereich E-Commerce-Zahlungslösungen für Hobex-Kunden weiter auszubauen.
Die Dienstleistungen von Qenta umfassen Online Payment Gateways, Mobile Payment und maßgeschneiderte Payment-Apps für Unternehmen. Hobex will damit auf aktuelle Trends im digitalen Handel reagieren und Innovationen im Zahlungsverkehr vorantreiben, heißt es. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 170 Mitarbeitende und betreut rund 44.000 Kunden.
Bunq erweitert App um neue Funktionalitäten
Die niederländische Digitalbank Bunq hat in einer Aussendung neue Funktionen in ihrer App vorgestellt, darunter die Möglichkeit zum Handel mit Kryptowährungen in sechs europäischen Ländern. Das Update umfasse auch eine verbesserte eSIM-Integration, mit der Nutzerinnen und Nutzer ihre Mobilfunkverbindung direkt in der App verwalten können, auch ohne Internetzugang. Für das Kinderkonto wurden neue Features eingeführt, etwa die automatische Auszahlung von Taschengeld und die Einbindung von Familie und Freunden in Sparziele. Mit dem neuen Rabattprogramm „bunq Deals“ erhalten Kundinnen und Kunden Rabatte bei ausgewählten Partnerunternehmen.
Die App kann nun weltweit ohne mobiles Datenvolumen genutzt werden, was speziell für Reisende Vorteile bringen soll. In Kooperation mit der Kryptobörse Kraken ermöglicht Bunq den Handel mit über 300 Kryptowährungen, darunter Bitcoin, Ethereum und Solana. Eine Ausweitung des Krypto-Handels auf weitere Länder, darunter Deutschland, ist geplant. Bunq plant zudem den Markteintritt in den USA und hat dafür eine Broker-Dealer-Lizenz beantragt.
Omio bietet flexible Stornierungslösung an
Die Buchungsplattform Omio bietet mit Hilfe des Versicherungsdienstleisters Companjon nun eine flexible Stornierungslösung namens Omio Flex an. Diese mache es möglich, Zug- und Busreisen bis zu 15 Minuten vor Abfahrt ohne Angabe von Gründen zu stornieren. Je nach Tarif erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine Rückerstattung von bis zu 100 Prozent des Kaufpreises. Die Funktion ist direkt in die Buchungsplattform von Omio integriert und kann beim Ticketkauf ausgewählt werden, heißt es.
Ursprünglich wurde Omio Flex in den EWR-Ländern und im Vereinigten Königreich eingeführt, nach einer Testphase sei das Angebot nun weltweit verfügbar. Die irische Firma Companjon ist auf digitale, KI-gestützte Embedded-Versicherungslösungen spezialisiert; für die neue Stornierungslösung stellt sie die technologische Grundlage für die Integration in die Omio-Plattform bereit. Omio verkauft nach eigenen Angaben täglich mehr als 80.000 Tickets
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