Österreich. Die Regierung plant die Messenger-Überwachung, gleichzeitig zeigen sich die Neos skeptisch. Zeitgleich steigen sie für die interne Kommunikation von Whatsapp auf eine eigene App um.
Am Ende der Begutachtungsfrist in dieser Woche verkündeten die Neos – mit ÖVP und SPÖ in einer Dreierkoalition – öffentlich ihre Skepsis, was die Verfassungskonformität des Entwurfs anging. Es werde letztlich eine Lösung gefunden werden, zeigte sich Parteichefin Beate Meinl-Reisinger gleichzeitig aber zuversichtlich.
Zum Regierungsentwurf sind auch zahlreiche kritische Stimmen von Opposition, NGOs, Interessenvertretungen wie der Rechtsanwaltskammer u.a. eingegangen. Darüber hinaus gibt es bekanntlich auch allgemeine Datenschutz-Bedenken bei den marktüblichen Messenger-Diensten, die wie z.B. WhatsApp meist zu Konzernen mit US-Hauptquartier zählen.
Eigenbau statt Facebook-Tochter WhatsApp
Ihre interne Kommunikation bauen die Neos nun um: Man wechselt von der Meta (Facebook)-Tochter WhatsApp zu der selbst erstellten Messenger-Lösung NEOS 2 Go App. „Nachdem wir Anfang 2024 die WhatsApp Communities gegründet haben, um dich immer auf dem Laufenden zu halten, machen wir den nächsten Schritt und wechseln Plattform auf unsere pinke NEOS 2 Go App“, kündigte man vor einigen Tagen an: Die WhatsApp Communities werde man in den nächsten Tagen schließen.
Laut den Angaben ist Neos 2 Go eine Eigenbau-Variante, mit eigenen Servern und eigenen Apps für iOS bzw. Android sowie der Möglichkeit, auch direkt im Browser (d.h. ohne App) teilzunehmen. Gefragt, ob für den Umstieg nur Service- oder auch Sicherheits- bzw. Datenschutzgründe ausschlaggebend waren, antwortet der pinke Parlamentsklub so: „NEOS fokussieren die Kommunikation und die Bereitstellung von relevanten Informationen für Mitglieder, Aktivist:innen und Unterstützer:innen in Zukunft auf die NEOS 2 Go -App. Das dient der Bündelung der kommunikativen Aktivitäten auf einen zentralen Kanal über eine eigene Plattform, die transparent gepflegt, optimiert und laufend für alle relevanten Bedürfnisse angepasst werden kann.“
Jetzt den Newsletter von Extrajournal.Net abonnieren
Täglich aktuell in Ihrer Mailbox.




