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Neue Tools: AT-Alert richtig einstellen, KI wehrt KI-Angriffe ab, deutsche Dienstleister im KI-Ausbau

Screenshot AT-Alert
Einstellungen AT-Alert auf Smartphone (© FMK)
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Wien. Das FMK hat Empfehlungen für das österreichische Warnsystem AT-Alert parat. Firmen setzen KI verstärkt zur Cyberabwehr ein, so eine Trend Micro-Studie. Und Hiscox beleuchtet KI in der Betriebspraxis.

AT-Alert: FMK gibt Tipps zu richtigen Einstellungen

In den letzten Tagen hat AT-Alert über die Mobilfunknetze mehrere amtliche Gefahreninformationen zu Extremwetter und Großbränden territorial beschränkt ausgesendet. Das in Österreich flächendeckend eingesetztes Warnsystem ermöglicht es mithilfe der Cell-Broadcast-Technologie Behörden, Gefahren- und Notfallwarnungen direkt an alle Mobiltelefone in definierten Funkzellen zu senden.

Obwohl die Mobilfunkstationen in den betroffenen Regionen die Hinweise flächendeckend übertragen haben, haben einige Nutzerinnen und Nutzer diese jedoch nicht auf ihren Smartphones erhalten. Häufig liegt die Ursache in den Geräteeinstellungen, warnt das Forum Mobilfunk (FMK) nun in einer Aussendung: Während Notfallalarme höchster Stufe nicht deaktiviert werden können, lassen sich Gefahreninformationen unbeabsichtigt abschalten, sodass wichtige Warnungen etwa bei Unwettern zwar korrekt übermittelt, aber nicht angezeigt werden. Das FMK empfiehlt daher, alle Warnkategorien zu aktivieren und nur die Option „Testwarnung“ bei Bedarf auszuschalten.

Die entsprechenden Einstellungen finden Anwender meist unter „Notfallwarnungen“ oder „Offizielle Warnmeldungen“ im Gerätemenü ihres Mobiltelefons (Details gibt es hier). Zudem können veraltete oder nicht aktualisierte Betriebssysteme den Empfang von Warnmeldungen beeinträchtigen, weshalb eingehende Softwareupdates durchgeführt und Smartphones gelegentlich neu gestartet werden sollten, damit alle Aktualisierungen installiert werden. AT-Alert arbeitet über alle drei österreichischen Mobilfunknetze, sodass Alarme selbst bei Ausfällen im Heimnetz weiterhin empfangen werden können.

Österreichische Firmen nutzen KI zur Cyberabwehr

KI wird immer stärker für Cyberangriffe genutzt, kann zugleich aber auch die Abwehr solcher Angriffe verstärken. 87 Prozent der österreichischen Firmen nutzen daher bereits KI-gestützte Tools in ihrer Cybersicherheitsstrategie, während weitere 10 Prozent deren Einsatz aktiv prüfen. Das zeigt eine Umfrage des japanischen Cybersecurity-Anbieter Trend Micro. Nahezu alle Befragten (97 Prozent) stehen dem Einsatz von KI in irgendeiner Form offen gegenüber. 60 Prozent der österreichischen Unternehmen setzen KI für zentrale Security-Prozesse wie automatisiertes Asset-Finding, Risikopriorisierung und Anomalieerkennung ein. Für 44 Prozent der Befragten hat eine Kombination aus KI und Automatisierung oberste Priorität zur Verbesserung der Cybersicherheit.

Gleichzeitig wächst aber auch  die Sorge vor negativen Auswirkungen: 93 Prozent der österreichischen Firmen erwarten laut der Umfrage in den kommenden drei bis fünf Jahren eine Zunahme der Cyberrisiken durch KI. 59 Prozent gehen davon aus, dass KI-gesteuerte Angriffe in Umfang und Komplexität zunehmen und vorhandene Strategien neu ausgerichtet werden müssen. Zu den größten Bedenken zählen das Risiko der Offenlegung sensibler Daten (36 Prozent), die Ausnutzung geschützter Informationen durch nicht vertrauenswürdige Modelle (34 Prozent) und die Entstehung von Blind Spots durch Schatten-IT (33 Prozent). Rachel Jin, Chief Enterprise Platform Officer bei Trend Micro, betont in einer Aussendung, dass eine integrative Sicherheitsarchitektur heute unverzichtbar sei; zugleich müsste jede Phase der KI-Einführung durch strenge Maßnahmen abgesichert werden.

Deutsche Dienstleister nutzen KI

KI hat in deutschen Dienstleistungsunternehmen bereits festen Einzug gehalten, wie eine Umfrage des Versicherungsunternehmens Hiscox zeigt. 54 Prozent der Befragten nutzen KI demnach regelmäßig, davon 39 Prozent in ersten Pilotprojekten und 15 Prozent bereits intensiv. Weitere 21 Prozent planen ihren Einstieg in den kommenden Monaten, während kein einziges Unternehmen KI als irrelevant betrachtet. Effizienzsteigerung (54 Prozent), Qualitätsverbesserung (48 Prozent) und Kostensenkung (36 Prozent) gelten als die Hauptmotive für den Einsatz der Technologie.

In der täglichen Geschäftspraxis kommt KI derzeit vor allem bei Recherche- und Übersetzungsaufgaben (45 Prozent), in der Datenanalyse (38 Prozent) sowie bei der Automatisierung von Prozessen (36 Prozent) zum Einsatz. 65 Prozent der befragten Anwender erwarten, dass KI ihre Wettbewerbsfähigkeit stärkt; bei Entscheidern bzw. Mitentscheidern liegt dieser Wert sogar bei 81 Prozent. Die Investitionsbereitschaft ist hoch: 73 Prozent setzen lizensierte Lösungen ein, 23 Prozent gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 20.000 Euro zu investieren, 16 Prozent sogar über 100.000 Euro.

KI-Herausforderungen laut Hiscox-Studie

Es gibt aber auch Hürden: Die größten Herausforderungen sehen Unternehmen im Datenschutz (40 Prozent), in der Fehleranfälligkeit (36 Prozent) und in regulatorischen Unsicherheiten durch den EU-AI-Act (42 Prozent). Trotz dieser Risiken ist lediglich ein Viertel der Entscheider gegen KI-Bedrohungen versichert, weitere 17 Prozent planen eine Absicherung, während 14 Prozent unsicher sind und 15 Prozent eine Versicherung für unmöglich halten. Hinzu kommt, dass 64 Prozent der Befragten – insbesondere externe Mitarbeitende – ihre Kenntnisse zur sicheren KI-Nutzung als unzureichend bewerten.

 

 

 

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