Wien. Für Nutzer von Garmin-Smartwatches gibt es nun die Google-Navigation. Devolo baut bei Wlan über die Stromleitung aus. Windows 11 überholt Windows 10 und Temu geht auf Europa-Offensive.
Garmin-Smartwatches können nun auch Google Maps
Die Google-Maps-App ist seit kurzem im Connect IQ Store für Garmin Smartwatches verfügbar – diese Online-Plattform kann genutzt werden, um Garmin-Geräte mit Apps und weiteren Funktionen auszustatten. Nutzerinnen und Nutzer ausgewählter Garmin-Modelle (unter anderem die Serien Venu, Forerunner, vivoactive) können damit Abbiegehinweise direkt am Handgelenk erhalten. Nach Eingabe eines Ziels in Google Maps auf einem Android-Smartphone werden die Navigationsanweisungen an die Smartwatch übertragen.
Während des Gehens oder Radfahrens informiert die Uhr über Richtungsänderungen, wobei Fußgängerinnen und Fußgänger durch Vibrationen auf Abzweigungen hingewiesen werden; es ist möglich, die nächsten drei Abbiegungen auf der Uhr anzuzeigen. Die Navigation kann parallel zur Aufzeichnung sportlicher Aktivitäten genutzt werden, einschließlich Entfernungs- und Herzfrequenzmessung, teilt Garmin in einer Presseaussendung mit. Nach Abschluss der Aktivität lassen sich die gesammelten Daten über Garmin Connect mit anderen Android-Gesundheits- und Fitness-Apps synchronisieren. Die Google Maps App kann im Garmin-Store kostenlos heruntergeladen werden.
Devolo erweitert Portfolio für Wlan über Stromleitungen
Der deutsche Hersteller Devolo, spezialisiert auf die Powerline-Technologie, mit der Stromleitungen zur Datenübertragung genutzt werden, hat sein Portfolio ausgebaut: Das neue Produkte „Magic 2 WiFi 6 next“ ermöglicht Wlan-Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 3.000 Mbit/s und richtet sich demnach an Haushalte mit hohem Bandbreitenbedarf.
Dank der Mesh-Technologie werde damit ein stabiles und flächendeckendes Wlan im gesamten Haushalt möglich, heißt es in einer Aussendung. Der Adapter unterstützt den aktuellen WiFi-6-Standard, der für effiziente Datenübertragung und hohe Netzwerkauslastung sorgt. Videokonferenzen, Streaming in 4K oder 8K und Online-Gaming könnten damit auch bei paralleler Nutzung mehrerer Geräte störungsfrei laufen. Die Installation ist nicht kompliziert: Nach dem Einstecken der Adapter verbinden sich diese automatisch, ein Adapter wird per LAN-Kabel an den Router angeschlossen. Eine eigene App soll Einrichtung und Verwaltung erleichtern; durch Energiesparfunktionen wechseln ungenutzte Verbindungen automatisch in den Energiesparmodus. Das neue Produkt ist in verschiedenen Paketen erhältlich: Ein Einzeladapter kostet ca. 210 Euro, das Multiroom Kit mit drei Adaptern ca. 470 Euro und das Starter Kit mit zwei Adaptern circa 270 Euro Euro; Devolo gewährt auf alle Produkte drei Jahre Garantie.
Windows 11 überholt Windows 10
Windows 11 hat Windows 10 als meistgenutztes Desktop-Betriebssystem weltweit abgelöst. Rund vier Jahre nach dem Marktstart erreicht es einen Marktanteil von etwa 52 Prozent, während Windows 10 auf 44,6 Prozent fällt. Die Verbreitung von Windows 11 verlief zunächst schleppend, was vor allem an den strengeren Hardware-Anforderungen lag. Viele ältere Geräte konnten nicht auf Windows 11 aktualisiert werden, da sie die neuen CPU- und Sicherheitsvorgaben nicht erfüllen. Microsoft hat wiederholt versucht, Nutzerinnen und Nutzer älterer Hardware zum Umstieg zu bewegen, unter anderem mit auffälligen Upgrade-Hinweisen – mit wechselndem Erfolg. Bereits im September wurde Windows 11 zum beliebtesten Betriebssystem für PC-Gaming. Im Oktober 2023 war Windows 11 auf rund 400 Millionen Geräten im Einsatz, benötigte dafür aber doppelt so lange wie Windows 10.
Die jüngste Entwicklung wird zweifellos durch das bevorstehende Support-Ende für Windows 10 verstärkt: Ab 14. Oktober 2025 stellt Microsoft die reguläre Unterstützung für Windows 10 ein. Nutzerinnen und Nutzer können ein Jahr zusätzliche Sicherheitsupdates kostenlos erhalten, wenn sie Windows Backup aktivieren und ihre Dokumente mit OneDrive synchronisieren. Wer das nicht möchte, muss für die Updates 30 US-Dollar pro Jahr zahlen oder 1.000 Microsoft Reward-Punkte einlösen.
Temu will auch Lebensmittel in Europa verkaufen
Der chinesische Online-Marktplatz Temu plant, sein Lebensmittelgeschäft in Europa deutlich auszubauen – das berichten deutsche Medien. Das Unternehmen will demnach gezielt europäische Hersteller ansprechen, um das Sortiment um Snacks, Süßwaren, Getränke, Kosmetik und Gartenprodukte zu erweitern. Ziel ist es, ein Angebot nach dem Motto „aus Europa für Europa“ zu schaffen und unabhängiger von Importware aus Asien zu werden. Derzeit ist das Lebensmittelsortiment in Österreich noch begrenzt, hauptsächlich auf Nüsse und Nudeln. In Europa besuchen monatlich rund 100 Millionen Menschen die Website, in Österreich sind es rund 1,8 Millionen. Verbraucherschützer warnen seit längerem vor Qualitäts- und Sicherheitsproblemen bei Temu-Produkten. Häufig würden Sicherheitsstandards nicht eingehalten, außerdem gibt es Berichte über giftige Stoffe oder fehlende Kennzeichnungen, auch bei Lebensmitteln. Kunden sollten insbesondere auf Pflichtangaben wie Zutatenlisten und Allergenkennzeichnung achten.
Der Handelsverband in Österreich warnt bereits vor einer „Welle asiatische Billigstimporte“, der Lebensmittelhandel zähle zur kritischen Infrastruktur. Die EU überlegt indes, die Zollfreigrenze von 150 Euro abzuschaffen und strengere Importkontrollen einzuführen. Damit könnten die bisher bestehenden Vorteile für Billigplattformen wie Temu und Shein eingeschränkt werden. Ob Lebensmittel, die in Europa hergestellt werden, davon betroffen wären, ist derzeit nicht klar.
Jetzt den Newsletter von Extrajournal.Net abonnieren
Täglich aktuell in Ihrer Mailbox.





