Gunskirchen. Gemeinsam mit Unternehmen erforscht die FH OÖ, wie die Roboter flexibel mit Menschen zusammenarbeiten können. Damit sollen KI und Robotik für die industrielle Anwendung vorbereitet werden.
In der industriellen Produktion wird erwartet, dass humanoide Roboter – speziell in Kombination mit KI – für mehr Effizienz sorgen und die Arbeitsbedingungen verbessern. An diesem Ziel arbeiten nun die FH Oberösterreich und mehrere Unternehme des Bundeslands, darunter BRP-Rotax, gemeinsam in einem regionalen Forschungsprojekt.
In Gunskirchen wurde dafür ein neuer humanoider Roboter vom Typ „Unitree G1 EDU-U6“ angeschafft und an die Forschung der FH OÖ übergeben. Das Forschungsteam entwickelt Methoden, um humanoide Roboter flexibel zu programmieren und für den Praxiseinsatz vorzubereiten, heißt es in einer Presseaussendung. Der Roboter wird nach der Programmierung direkt in der Produktion bei BRP-Rotax eingesetzt und in unterschiedlichen Anwendungsfällen getestet.
Komplexe Aufgaben
Projektleiter Thomas Schichl betont, dass die Mensch-Roboter-Kollaboration mit immer komplexeren Anforderungen und Aufgabenstellungen verbunden ist. Herausforderungen ergeben sich im Speziellen, weil die Maschinen ja flexibel mit Menschen zusammenarbeiten und neue Prozesse erlernen müssen. Im Projekt werden diese Herausforderungen anhand praktischer Aufgaben analysiert und Lösungen erarbeitet.
Die Anwendung der KI-gestützten Robotik findet dabei direkt am sogenannten Shopfloor, also in der realen Fertigung, statt. Hier geht es darum, die Möglichkeiten und Grenzen der neuen Technologie unter Praxisbedingungen zu überprüfen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nutzung von physikalischer KI, um Produktionsabläufe virtuell zu trainieren und realitätsnahe Simulationen zu erstellen.
Konkrete Anwendung in der Praxis
Mit dem neuen Wissen definieren die Partner in weiterer Folge konkrete Einsatzbereiche für humanoide Roboter in der Produktion. Die Ergebnisse des Projekts werden gezielt für Wissenstransfer genutzt und sollen der regionalen Wirtschaft zugutekommen. BRP-Rotax sieht laut Aussendung darin eine Chance, KI und Robotik als Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu etablieren. Laut Mario Gebetshuber, General Manager BRP-Rotax, werden KI und humanoide Robotik aus dem Labor direkt in die Produktion gebracht – und zwar als konkreter Beitrag zur Unterstützung der Mitarbeitenden.
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