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Bildung & Uni

Science Talk: Assistenz-Professuren an der Montanuni, Preise für deutsche Wissenschaftler

Aleksandar Matkovic, Alexia Tischberger-Aldrian, Eva Gerold, Katharina Resch-Fauster, Nina Schalk, Verena Maier-Kiener (v.li.n.re. / Foto:© MUL / Tauderer)
Aleksandar Matkovic, Alexia Tischberger-Aldrian, Eva Gerold, Katharina Resch-Fauster, Nina Schalk, Verena Maier-Kiener (v.li.n.re. / © MUL / Tauderer)
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Akademische Welt. Die Montanuni Leoben vergibt sechs neue Assistenz-Professuren. Franz Gießibl wird von der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen und Dominic Winter erhält eine Heisenberg-Professur.

Neue Assistenz-Professuren an Montanuni Leoben

Die Montanuniversität Leoben hat im Sommersemester 2025 sechs neue Assistenzprofessorinnen bzw. -professoren berufen. Die neuen Wissenschaftlerinnen bringen internationale Erfahrung und innovative Ansätze in strategisch wichtige Bereiche wie Nanomaterialien, Batterierecycling, Werkstoffentwicklung und Kreislaufwirtschaft ein, betont die Uni in einer Aussendung.

Das sind die 6 neuen Assistenzprofessorinnen und -professoren

  • Aleksandar Matkovic verstärkt den Lehrstuhl für Physik und forscht an der Schnittstelle von Materialwissenschaft, Festkörperphysik und Nanoelektronik mit Fokus auf luftstabile neuromorphe Materialsysteme.
  • Eva Gerold übernimmt eine Assistenzprofessur am Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie und entwickelt Recyclingstrategien für alternative Batterietechnologien wie Natrium-Ionen- und Feststoffbatterien.
  • Nina Schalk ist am Lehrstuhl für Funktionale Werkstoffe und Werkstoffsysteme tätig und arbeitet an der Entwicklung funktionaler Oberflächen und Grenzflächen für innovative Materialanwendungen.
  • Verena Maier-Kiener, ebenfalls am Lehrstuhl für Funktionale Werkstoffe und Werkstoffsysteme, konzentriert sich auf die Weiterentwicklung skalenübergreifender Werkstoffprüfmethoden unter praxisnahen Bedingungen.
  • Alexia Tischberger-Aldrian verstärkt den Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft und trägt dazu bei, Abfälle als Sekundärrohstoffe in den Rohstoffkreislauf zurückzuführen.
  • Katharina Resch-Fauster ist Assistenzprofessorin am Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe, baut Kooperationsnetzwerke auf und setzt einen Forschungsschwerpunkt auf ressourceneffiziente und nachhaltige Kunststoffe.

Mit diesen Berufungen unterstreiche man den ihren Anspruch, durch interdisziplinäre Forschung und internationale Zusammenarbeit an den großen Herausforderungen im Bereich Ressourcen, Energie und Nachhaltigkeit zu arbeiten, heißt es.

Uni Regensburg: Gießibl an Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen

Prof. Franz J. Gießibl, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle und Angewandte Physik an der Universität Regensburg, wurde in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen. Gießibl gilt als einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Rasterkraftmikroskopie auf atomarer Skala. In den 1990er Jahren entwickelte er die Frequenzmodulations-Rasterkraftmikroskopie entscheidend weiter und schuf damit eine Methode, die atomar präzise Abbildungen ermöglicht.

Parallel zu seiner Tätigkeit als Unternehmensberater in München entwickelte er den qPlus-Sensor, der heute ein zentrales Bauteil moderner Rasterkraftmikroskope ist. 1997 kehrte Gießibl in die akademische Forschung zurück und erzielte mit seinem Team an der Universität Augsburg einen Durchbruch bei der Auflösung von Elektronenwolken einzelner Atome. Seine wissenschaftlichen Leistungen wurden mit zahlreichen renommierten Preisen gewürdigt, darunter der Feynman Prize in Nanotechnology und die Heinrich-Rohrer-Grand-Medal. Zuletzt wurde Gießibl 2023 zum Fellow der American Physical Society und 2024 zum International Fellow der Japan Society for Vacuum and Surface Science ernannt.

Heisenberg-Professur für Dominic Winter

Prof. Dominic Winter wurde für seine Forschung zu Lysosomen mit einer Heisenberg-Professur ausgezeichnet. Der Biologe vertritt die Professur für Onkologische Proteometabolomik am Research Center One Health Ruhr der Universitätsallianz Ruhr sowie an der Fakultät für Medizin der Universität Duisburg-Essen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Untersuchung von Lysosomen, den „Recyclingzentren“ der Zelle, deren Fehlfunktionen unter anderem bei Krebs eine Rolle spielen können.

Winter und sein Team nutzen Massenspektrometrie, um die Zusammensetzung und Funktion von Proteinen in Lysosomen zu analysieren. Zusätzlich werden biochemische, zell- und molekularbiologische Methoden eingesetzt, um lysosomenbezogene Fragestellungen zu erforschen. Nach seinem Biotechnologie-Studium in Bingen promovierte Winter an der Universität Heidelberg und forschte als Postdoc an der Harvard Medical School. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland leitete er Forschungsgruppen in Bonn und ist mehrfach für seine wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet worden.

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