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Bildung & Uni

Science Talk: Dimitris Simos wird Professor für Cybersicherheit, Awards für Helmut Leopold und Daniel David

Dimitrios Simios Uni Salzburg FH Salzburg
Dimitris Simos (© FH Salzburg)
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Salzburg. Dimitris Simos kümmert sich für Uni und FH Salzburg um Cybersicherheit. Helmut Leopold vom AIT wird ins Board of Directors von Gaia-X gewählt. Und ein FH Wels-Forscher erhält einen Award.

Simos übernimmt Professur für Cybersicherheit in Salzburg

Der Informatiker und Mathematiker Dimitris Simos übernimmt ab Juli 2025 die Professur für Cybersicherheit, die gemeinsam von der Universität Salzburg und der FH Salzburg eingerichtet wurde. Simos, Experte für diskrete Mathematik, Softwaretesten und Cybersicherheit, bringt internationale Erfahrung in seine neue Rolle ein, geben die beiden Bildungseinrichtungen in einer Aussendung bekannt; die Professur ist Teil des EXDIGIT-Projekts.

Simos betont, dass durch diese Position Wissenschaft und Anwendung gezielt miteinander verbunden werden, um aktuelle Herausforderungen der Cybersicherheit zu adressieren. Zuvor war Simos unter anderem als Gastwissenschaftler am US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology aktiv sowie als leitender Forscher bei SBA Research in Wien; zu seinem wissenschaftlichen Profil zählen rund 150 Publikationen und Beiträge im Bereich sichere Systeme. Er wird sowohl an der Universität Salzburg als auch an der FH Salzburg Lehrveranstaltungen auf Englisch sowie Forschungsprojekte durchführen. Die gemeinsame Berufung wird als Meilenstein in der langjährigen Zusammenarbeit beider Einrichtungen bezeichnet und wird durch das WISS-Programm des Landes Salzburg gefördert. Ziel ist es, die Kompetenzen im Bereich Cybersicherheit zu bündeln und Innovation sowie Zusammenarbeit in Forschung und Lehre am Standort Salzburg weiter zu stärken

AIT: Helmut Leopold bei Gaia-X an Bord

Helmut Leopold (© Zinner / AIT)
Helmut Leopold (© Zinner / AIT)

Helmut Leopold, Head of Center for Digital Safety & Security am Austrian Institute of Technology (AIT), wurde in das Board of Directors der Gaia-X European Association for Data and Cloud (AISBL) für die Amtszeit 2025 bis 2027 gewählt. Als Chairman des Gaia-X Hub Austria vertritt Leopold damit Österreich im Führungsgremium; dort sind international tätige Akteure wie Airbus, Siemens und Atos dabei.

Leopolds Rolle beim AIT umfasst die Leitung eines Teams von über 240 Forschenden, das sich auf Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und Quanten-Technologien spezialisiert hat. Leopold bringe Erfahrungen aus der digitalen Transformation verschiedenster Branchen mit, darunter die Halbleiterindustrie, der Automotive-Sektor und Betreiber kritischer Infrastrukturen. In der Vergangenheit leitete er als Technologiechef die digitale Neuausrichtung der Telekom Austria und war maßgeblich an der Einführung des Breitband-Internets in Österreich beteiligt. Gaia-X Hub Austria will Unternehmen und die Politik bei der Umsetzung souveräner Datenstrategien unterstützen.

Die Wahl Leopolds signalisiere die wachsende Bedeutung Österreichs innerhalb der europäischen Datenstrategie, heißt es in einer Aussendung des AIT. Er sieht besonders in interoperablen, föderierten Datenräumen einen entscheidenden Mehrwert für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Gaia-X ist eine europäische Initiative, die eine sichere, transparente und interoperable Dateninfrastruktur aufbauen will. Ziel ist es, Unternehmen und Organisationen in Europa eine souveräne Nutzung und Verwaltung ihrer Daten zu ermöglichen, um unabhängige datengetriebene Geschäftsmodelle in Europa zu fördern – was gerade vor dem Hintergrund der Entwicklung in den USA derzeit von Bedeutung ist.

Auszeichnung für Forscher der FH Wels

David Daniel (© FH OÖ)
David Daniel (© FH OÖ)

Daniel David, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsgruppe Metallurgie und Härtereitechnik am Campus Wels der FH Oberösterreich wurde für seine wissenschaftliche Arbeit mit dem Aichelin Young Speaker Award ausgezeichnet. David erforscht seiner Dissertation die Legierungsentwicklung von lufthärtenden Stählen mit dem Ziel, sowohl CO2-Emissionen als auch den Verzug bei der Stahlverarbeitung zu reduzieren. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der internationalen IFHTSE-Konferenz in Prag; David präsentierte dabei vor 180 Expertinnen und Experten seine Forschungsergebnisse zur Versprödung von Austenit durch Phosphor bei der Wärmebehandlung. Letztlich setzte er sich als einer von 6 nominierten Vortragenden bei diesem Wettbewerb durch.

Forschungsprojekt der FH Wels will Emissionen einsparen

Lufthärtende Stähle ermöglichen, dass die gewünschten Eigenschaften bereits durch kontrolliertes Abkühlen entstehen, wodurch eine zusätzliche Wärmebehandlung entfällt und Emissionen eingespart werden. Für den industriellen Einsatz ist eine hohe Zähigkeit der Stähle gefordert, wie sie auch bei etablierten Vergütungsstählen vorliegt. David analysierte die werkstoffkundlichen Faktoren, die die mechanischen Eigenschaften und insbesondere die Zähigkeit beeinflussen. Seine Forschung zeigte, dass Phosphor insbesondere bei langsamer Abkühlung und niedrigen Temperaturen zu Versprödung führen kann. Durch gezielte Anpassung von Prozessparametern und chemischer Zusammensetzung lässt sich dieser Effekt jedoch steuern und die Zähigkeit verbessern. Das Forschungsthema wird zusammen mit Voestalpine und der Technischen Universität Graz bearbeitet.

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