Österreich. Im 1. Halbjahr 2025 gab es laut Statistik Austria um 7 Prozent mehr Firmenpleiten. Die Zahl der Neu-Registrierungen sank leicht.
Im 2. Quartal 2025 stieg die Zahl der Insolvenzen in Österreich laut vorläufigen Daten von Statistik Austria im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 9,3% auf 1.727. Verglichen mit dem Vorquartal, Jänner bis März 2025, gingen die Firmenpleiten um 3,8% zurück. Damit bewegen sich die Insolvenzzahlen weiterhin auf hohem Niveau“, so Thomas Burg, fachstatistischer Generaldirektor von Statistik Austria.
Besonders betroffen war erneut der Dienstleistungsbereich, gefolgt vom Handel und der Baubranche. Insgesamt gab es heuer in der ersten Jahreshälfte 3.522 Insolvenzen, rund 7% mehr als im 1. Halbjahr 2024
Dienstleistungsbereich, Handel und Bau am häufigsten betroffen
Nach Branchen aufgeschlüsselt gab es im 2. Quartal 2025 die meisten Insolvenzen bei den Finanzdienstleis- tungen/sonstigen Dienstleistungen (524), im Handel (274), im Bau (265) sowie in der Beherbergung und Gastronomie (247), wobei die Zahl der Insolvenzen grundsätzlich stark von der Anzahl der in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aktiven Unternehmen abhängig sei. Vergleichsweise wenige Insolvenzfälle wiesen die Bereiche Information und Kommunikation (47) und Sachgütererzeugung (104) auf.
Die Neu-Registrierungen
Im 2. Quartal 2025 wurden 15.334 Registrierungen rechtlicher Einheiten verzeichnet, so Statistik Austria. Das sind um 2% weniger als im 2. Quartal 2024. Im Unterschied zu einer Unternehmensgründung ist die Registrierung einer rechtlichen Einheit Teil eines Verwaltungsverfahrens und als Absichtserklärung zu verstehen. Sie bedeute nicht in jedem Fall, dass auch tatsächlich eine wirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen wird. Dennoch seien Registrierungen ein wichtiger Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung.
Die höchste Anzahl an Registrierungen gab es im 2. Quartal 2025 im Bereich Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen (4.831), bei den persönlichen Dienstleistungen (3.084) und im Handel (2.862). Deutlich geringer war die Zahl der Registrierungen in den Bereichen Verkehr (586), Sachgütererzeugung (914) und Bau (943).
Im ersten Halbjahr 2025 gab es laut Statistik Austria 33.660 Registrierungen, das bedeutet einen Rückgang um 0,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2024. Im ersten Halbjahr 2023 hatte es noch 34.222 Neuregistrierungen gegeben.
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