Open menu
Bildung & Uni, Tech

Neuentwicklung: Fracht-Drohnen sollen 100 kg schwere Lasten befördern

Leichtbau-Lastdrohne (© FH Kiel)
Designstudie der neuen Lastdrohne (© FH Kiel)

Logistik & Luftfracht. Ein Forschungsprojekt der FH Kiel in Schleswig-Holstein entwickelt Lastdrohnen, die 100 kg an Bord nehmen können.

Forschende der FH Kiel arbeiten beim Projekt AERO-SH an einer neuen Entwicklungsplattform für Lastdrohnen mit einer Nutzlast von bis zu 100 Kilogramm; Partner ist die Teccon Consulting & Engineering GesmbH. Der Ansatz kombiniert einen softwaregestützten, simulationsbasierten Entwicklungsprozess mit Leichtbaukonzepten, um Drohnen speziell für maritime und logistische Anwendungen effizient und flexibel zu gestalten. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Entwicklungszeiten und -kosten durch einen modularen Baukastenansatz deutlich zu reduzieren.

2 autonome Drohnenmodelle

Das deutsche Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt stellt für das auf 3 Jahre angelegte Projekt rund 660.000 Euro an Fördermitteln bereit. Seit dem Projektstart Anfang dieses Monats entstehen im Rahmen des Vorhabens 2 prototypische, autonom flugfähige Drohnenmodelle: Eines wird in klassischer Bauweise aus carbonfaserverstärktem Kunststoff hergestellt, das andere mit modernen 3D-Druckverfahren aus neuartigen Faserverbundstoffen. Diese Prototypen dienen dazu, die Reichweite und Energieeffizienz der Fluggeräte weiter zu verbessern, heißt es in einer Aussendung der FH Kiel. Die Entwicklung virtueller Prototypen ermögliche zudem frühzeitiges Feedback potenzieller Anwender, das wiederum in den Konstruktionsprozess einfließen soll. Teccon bringt Erfahrung aus der Fluggerätentwicklung und der Materialtechnik mit ein, um Innovationen aus der Werkstoffforschung schneller in die Praxis zu überführen.

Potenzial für saubere Luftlogistik

Durch die Verbindung moderner Fertigungsverfahren und neuer Werkstoffe soll sich großes Potenzial für die Luftlogistik ergeben, vor allem im maritimen Bereich Schleswig-Holsteins – schon jetzt werden Drohnen etwa dazu verwendet, Material auf Bohrplattformen zu bringen. Das Vorhaben zielt darauf ab, praxistaugliche und nachhaltige Lösungen für regionale Unternehmen anzubieten und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken; zusätzlich werden die Projektergebnisse in die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung an der FH Kiel integriert. Das Projekt stelle Entwicklungsschritt für die CO₂-neutrale Luftmobilität in Schleswig-Holstein dar, heißt es. Neben Anwendungen wie die erwähnte Offshore-Versorgung steht etwa auch die medizinische Logistik im Fokus der neuen Drohnentechnologien.

 

Jetzt den Newsletter von Extrajournal.Net abonnieren

Täglich aktuell in Ihrer Mailbox.

Weitere Meldungen:

  1. Walter Group ernennt Clemens Först zum neuen CFO
  2. EVN kauft E-Ladenetz von BayWa für Deutschland-Expansion: Die Kanzleien
  3. Deutsche Post wird DHL und umgekehrt: Freshfields berät dabei
  4. Goldbeck schließt US-Pakt mit Mortenson, Latham hilft dabei