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Neue Energiespeicher der TU Wien als Dauer-Parkplatz für saubere Energie

5-Kilowatt-Modell des neuen Energiespeichers (© TU Wien)
5-Kilowatt-Modell des neuen Energiespeichers (© TU Wien)

Wien. Im Rahmen eines EU-Projekts wurden an der TU Wien thermochemische Energiespeicher entwickelt, die Energie über viele Jahre speichern können.

Forschende der TU Wien haben im Rahmen des EU-Projekts „Restore“ neuartige thermochemische Energiespeicher entwickelt. Diese Speicher ermöglichen es, Energie über Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte nahezu verlustfrei zu speichern. Sowohl Wärme- als auch elektrische Energie können in das System eingespeist und bei Bedarf wieder entnommen werden. Ein zentraler Baustein ist ein Gemisch aus Öl und Salzhydrat, das als Speichermedium fungiert. Bei der Energiezufuhr spaltet das Salzhydrat Wasser ab, das separat gesammelt und später zur Energiefreisetzung wieder zugeführt wird.

Die Materialien sind sicher, kostengünstig und in großer Menge verfügbar, betont die TU Wien in einer Aussendung. Die erreichbare Energiedichte der Suspension liegen deutlich über klassischen Heißwasserspeichern. Erste Prototypen wurden mit Leistungen von jeweils 1, 5 Kilowatt (siehe Bild dieses Modells oben) und 30 Kilowatt an der TU Wien getestet. Simulationen ermöglichen die Skalierung auf größere Systeme bis zu einem Megawatt. Ziel ist die effiziente Integration der Technologie in unterschiedliche Anwendungen. Potenzielle Einsatzgebiete sind Industriebetriebe mit hohem Abwärmeaufkommen, insbesondere bei Temperaturen zwischen 100 und 150°C. Auch die Nutzung von Überschussenergie aus Solar- und Geothermieanlagen sei möglich.

Umstieg auf saubere Energie erleichtern

Der Ansatz soll saisonale Energieschwankungen ausgleichen und so die Umstellung auf erneuerbare Energieträger unterstützen. Praxistests konzentrieren sich zunächst auf kleinere Pilotanlagen, die als Grundlage für größere Anwendungen dienen. Im industriellen Maßstab können beispielsweise Zement-, Papier- und Stahlwerke durch die Technologie zusätzliche Ressourcen erschließen; die überschüssige Abwärme kann künftig in die Fernwärme eingespeist werden. Langfristig soll das Projekt Restore (das steht für Renewable Energy based seasonal Storage Technology in Order to Raise Economic and environmental sustainability of DHC) einen Beitrag zu einer nachhaltigen und stabilen Energieversorgung leisten.

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