Unternehmen und M&A-Anwälte. Die WEKA Group verkauft WEKA Austria. Autozulieferer Aumovio mit 86.000 Beschäftigten geht an die Börse. Zu diesen und weiteren Deals berieten Hengeler, Lark, Wolf Theiss, Willkie u.a. (Update)
WEKA Austria geht an die Forum Media Gruppe mit Lark
Das Medienunternehmen WEKA Group hat ihre österreichische Tochter-Gruppe WEKA Austria an die deutsche Forum Media Group verkauft, so eine Aussendung. WEKA Austria mit Hauptsitz in Wien besteht aus den beiden Unternehmen WEKA Business Solutions GmbH und WEKA Industrie Medien GmbH, die Fachinformationen, Schulungsprogramme und digitale Lösungen für verschiedene Branchen anbieten. So gehört etwa das Industriemagazin dazu.
Die Forum Media Group ist eine international tätige Mediengruppe mit Hauptsitz im bayerischen Merching, mit rund 1.000 Beschäftigten. Sie ist auf B2B-Lösungen in analogen und digitalen Formaten spezialisiert. Mit der Übernahme will das Unternehmen seine Position auf dem österreichischen Markt stärken und den Grundstein für weiteres strategisches Wachstum in Mitteleuropa legen, wie es heißt.
Der Verkäufer, die WEKA Group, ist ein Portfoliounternehmen von Paragon Partners und ein deutscher Omnichannel-Anbieter für Fachinformationen und Weiterbildung mit rund 600 Beschäftigten. Im Team von Wirtschaftskanzlei Lark für die WEKA Group waren Daniel Epe und Franziska Lang (beide Private Equity/M&A).
Razor und Infinite Commerce werden zu „Razor“ mit Hogan Lovells
Unter Leitung des Frankfurter Partners Torsten Rosenboom hat Hogan Lovells das Konsumgüterunternehmen Razor Group GmbH beim Zusammenschluss mit dem amerikanischen E-Commerce-Unternehmen Infinite Commerce beraten. Das neu fusionierte Unternehmen mit Sitz in Berlin und Boston wird unter der Marke Razor firmieren. Durch die Fusion entstehe ein weltweit führender Aggregator für Online-Marktplatzhändler.
Im Team von Hogan Lovells für die 2020 in Berlin gegründete Razor Group GmbH waren: Torsten Rosenboom (Partner, Frankfurt), Todd Schwartz (Partner, Silicon Valley), Julian Tristram (Senior Associate, Hamburg), Asena Karaca (Research Assistant, Frankfurt) (alle Corporate M&A); Heiko Tschauner (Partner), Franz Hackl (Senior Associate), Niklas Brüggert (Associate) (alle Restructuring & Special Situations, München); Heiko Gemmel (Partner, Steuerrecht, Düsseldorf) und Matthew Madden (Partner, Litigation, Washington D.C.).
Aumovio spaltet sich mit Hengeler Mueller ab und geht an die Börse
Die Aumovio SE hat heute mit der Handelsaufnahme ihrer Aktien in Frankfurt ihr Börsendebüt gefeiert. Aumovio ist der frühere Unternehmensbereich Automotive der Continental AG, der im Wege der Abspaltung verselbstständigt wurde: Jeder Aktionär der Continental AG erhielt für zwei Continental-Aktien eine Aktie von Aumovio.
Zum Produktportfolio des Börse-Neulings gehören Sensorlösungen, Displays, Brems- und Komfortsysteme u.a. Die Geschäftsfelder, die nun zu Aumovio gehören, erzielten im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 19,6 Milliarden Euro. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Frankfurt am Main, die Zahl der Beschäftigten an über 100 Standorten weltweit liegt bei mehr als 86.000. Hengeler Mueller hat Aumovio zu der Abspaltung und Verselbständigung beraten. Das Team der Kanzlei wurde von den Partner:innen Lucina Berger (Frankfurt) und Simon Patrick Link (München) geleitet. Update: Latham & Watkins hat das Bankenkonsortium beim Börsengang beraten. Im Team waren Oliver Seiler und David Rath (Partner, gemeinsame Federführung), sowie die Associates Alexandre Maturana und Isabel Willius.
Adiuva Capital verkauft Konzmann Gruppe mit Willkie
Willkie Farr & Gallagher LLP hat Adiuva Capital im Zusammenhang mit dem Verkauf der Konzmann Gruppe beraten. Konzmann ist ein führender Anbieter für Gebäudetechnik-Dienstleistungen in Deutschland. Käufer sind von KLAR Partners beratene Fonds. Die Transaktion steht laut einer Aussendung noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.
Die Konzmann Gruppe beschäftigt rund 1.100 Menschen und zählt zu den größten Anbietern technischer Gebäudeausrüstung in Deutschland, mit einer Gesamtleistung von rund 180 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024. Die erste Beteiligung an der Konzmann Gruppe erwarb Adiuva Capital 2016.
Das Willkie Team wurde geleitet von Partner Maximilian Schwab und Associate Tobias Gerigk (Frankfurt; beide Corporate/M&A) und umfasste auch Patrick Meiisel (Partner, Tax) sowie die Counsel Wulf Kring (Tax), Martin Waskowski (Labor & Employment Law) und Aurel Hille (Antitrust & Competition). Auch die Associates Patrick Kemper, Luca Fuhrmann, Jonas Volk (alle Corporate/M&A), Moritz Hechenrieder (Finance), Marcel Seemaier (Tax) und Andreas Mildner (Antitrust & Competition; alle Frankfurt) waren aktiv.
Die weiteren Deals
Wolf Theiss beriet SpringWater als Local Counsel im Zusammenhang mit der Übernahme der Affiliate-Marketing-Plattform FirstPromoter. SpringWater ist eine litauische Investmentgesellschaft, die sich auf produktorientierte SaaS-Unternehmen konzentriert. Das Corporate/M&A Team von Wolf Theiss wurde von Partnerin Ileana Glodeanu aus dem Büro Bukarest geleitet.
Hogan Lovells hat die blu Holding GmbH beim Verkauf der Anteile am Sanitätshaus blu beraten. Das Team stand unter der Leitung des Frankfurter Partners Torsten Rosenboom. Käufer ist der Beyond Capital Partners Fund II, der über die Portfolio-Beteiligung Ank-Kaiser Sanitätshaus GmbH 100% der Anteile an der in Fellbach bei Stuttgart ansässigen Sanitätshaus blu GmbH erworben hat. Das Closing ist laut den Angaben bereits erfolgt.
Freshfields berät Private-Equity-Investor Advent beim Verkauf von Zentiva, einem europäischen Generika-Pharmaunternehmen, an GTCR. Advent hat Zentiva im Jahr 2018 von Sanofi übernommen. Das Freshfields-Team für Advent wird von den Private Capital Partnern Stephanie Hundertmark in Berlin und James Scott in London sowie dem ebenfalls in London ansässigen Senior Associate Chris Yarrow geleitet.
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