Wien. Viel Geld fließt in Künstliche Intelligenz (KI). Eine Neuerscheinung beleuchtet die Bilanzierung der Produkte und Lösungen – und die Steuerseite.
Künstliche Intelligenz (KI) ist auf dem Vormarsch, so eine Aussendung des Linde Verlags: Unternehmen investieren immer größere Summen in die Entwicklung und Implementierung von KI und erhoffen sich dadurch Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen in ihrem Geschäftsbetrieb.
Studien zeigen freilich nicht bloß Produktivitätsgewinne, sondern teilweise auch überzogene Erwartungen, die Ängste vor einer KI-Bubble schüren. Jedenfalls ist der Erfolg der KI-Investments am Anfang oft nicht ganz klar, aber das trifft natürlich auf viele Managemententscheidungen zu. Eine Neuerscheinung widmet sich nun jenem Aspekt, der gemäß dem alten Sprichwort aber ganz sicher kommen wird – der Steuer.
Der Titel „Bilanzierung von Künstlicher Intelligenz“ ist Teil der Schriftenreihe zum Konzern- und Unternehmenssteuerrecht der Uni Wien. Der Autor ist vom Fach, womit allerdings weder KI-Hardware noch Software gemeint ist: Dr. Sebastian Gensluckner ist Mitarbeiter der Abteilung für Einkommen- und Körperschaftsteuer im Bundesministerium für Finanzen (BMF) und war zuvor Universitätsassistent am Institut für Finanzrecht der Uni Wien.
Ein immer wichtigeres Thema
80% der im ATX gelisteten Unternehmen erwähnen künstliche Intelligenz bereits in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2023, heißt es dazu. Dies werfe die Frage auf, wie sich Investitionen in KI sowie die Produkte und technischen Lösungen, die daraus resultieren, in den Bilanzen von Unternehmen niederschlagen.
Im Mittelpunkt des Buches steht die Abbildung von KI in der UGB- und Steuerbilanz sowie nach IFRS. Es sei damit das erste Werk im deutschsprachigen Raum, das sich umfassend mit bilanzrechtlichen Fragen rund um KI beschäftigt und die Bilanzierung von KI nach österreichischem Recht gesamthaft darstellt.
Steuerliche Gewinnermittlung und IFRS
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der steuerlichen Gewinnermittlung, die zwangsläufig auch eine intensivere Auseinandersetzung mit der Bilanzierung nach dem UGB verlangt.
Da KI-Lösungen oftmals von international agierenden Konzernen angeboten werden, umfasse das Werk zur Abrundung auch ein ausführliches Kapitel zur Bilanzierung von KI nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).




