Abflachung. Im 3. Quartal 2025 ist die Zahl der Pleiten nicht mehr so stark gestiegen. Die Neuregistrierungen entwickeln sich seitwärts.
Im 3. Quartal 2025 stieg die Zahl der Insolvenzen in Österreich laut vorläufigen Daten von Statistik Austria im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 6,5% auf 1 626. Verglichen mit dem Vorquartal, April bis Juni 2025, gingen die Firmenpleiten um 5,7% zurück: Die Pleitewelle türmt sich also nicht mehr so kräftig auf.
„Die Zahl der Insolvenzen bleibt hoch, auch wenn sich die Dynamik abschwächt. Seit Jahresbeginn summieren sich die Unternehmensinsolvenzen auf insgesamt 5.145. Das sind rund 7% mehr als in den ersten drei Quartalen 2024. Hauptbetroffen war der Dienstleistungsbereich, gefolgt vom Handel und der Baubranche“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Wo es die meisten Pleiten gibt
Die meisten Insolvenzen gab es im 3. Quartal 2025 bei den Finanzdienstleistungen/sonstigen Dienstleistungen (468), im Handel (274), im Bau (245) sowie in der Beherbergung und Gastronomie (203), wobei die Zahl der Insolvenzen grundsätzlich stark von der Anzahl der in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aktiven Unternehmen abhänge.
Vergleichsweise wenige Insolvenzfälle wiesen die Bereiche Information und Kommunikation (64) und Sachgütererzeugung (85) auf
Registrierungen gehen nicht weiter zurück
Im 3. Quartal 2025 wurden insgesamt 15.813 Registrierungen rechtlicher Einheiten verzeichnet – also Unternehmensgründungen und andere Neueintragungen. Das sind annähernd gleich viele wie im 3. Quartal 2024 (15.761) und etwa 5% weniger als im Vorquartal.
Die Statistik Austria merkt dazu an: Nicht jede Registrierung bedeutet den tatsächlichen Start eines neuen Betriebes. Die Registrierung einer rechtlichen Einheit ist Teil eines Verwaltungsverfahrens und als Absichtserklärung zu verstehen. Dennoch seien Registrierungen ein wichtiger Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung.
Die höchste Anzahl an Registrierungen gab es im 3. Quartal 2025 im Bereich Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen (4.830), bei den persönlichen Dienstleistungen (3.474) und im Handel (2.879). Deutlich geringer war die Zahl der Registrierungen in den Bereichen Verkehr (687), Bau (840) und Sachgütererzeugung (993).