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Grazer Unis feiern ihre Erfinder: Bis zu 24 Patente pro Forscher

Festakt in Graz für Forscherinnen und Forscher mit Erfindungsgeist
ErfinderInnen-Ehrung der Grazer Universitäten (© Lunghammer / Uni Graz)

Graz. Bei einer Veranstaltung haben die vier Grazer Universitäten ihre Erfinderinnen und Erfinder geehrt. In den letzten 20 Jahren wurden von dort 1.500 Erfindungen gemeldet.

Die Grazer Universitäten haben bei einer Veranstaltung jene Forscherinnen und Forscher geehrt, die besonders erfindungsreich waren – und zwar im Wortsinn: Von Juli 2023 bis Juni 2025 wurden 143 Erfindungsmeldungen sowie 186 Patentanmeldungen von Forschern der vier Grazer Hochschulen (Kunstuniversität Graz, Medizinische Universität Graz, TU Graz und Universität Graz) eingebracht; insgesamt verzeichnen diese Universitäten in den vergangenen zwei Jahrzehnten knapp 1.500 Erfindungen.

Transfer in die Praxis

An der Ehrung nahmen 235 geladene Wissenschafterinnen und Wissenschafter teil; im Mittelpunkt stand die Third Mission der Universitäten, also die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis, der Wissenstransfer und die Unterstützung von Gründungen. Exemplarisch wurden drei Projekte hervorgehoben:

  • Das TU-Spin-off RESET, getragen von Simon Walch und Thomas Mayr, entwickelt adaptive Mountainbikes – vom ersten Handbike-Prototyp aus persönlicher Motivation bis zu zwei Modellen für Downhill bzw. für den Alltag.
  • Das Uni-Graz-Spin-off ProtectLiB, gegründet von Tobias Kopp, Jürgen Abraham und Chris Pichler, verfolgt ein automatisiertes, sicheres Verfahren zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien und arbeitet an der Übertragung auf Rohstoffe wie Mangan, Nickel und Kobalt.
  • An der Med Uni Graz treibt das Team TIL-DER mit Ana Santiso, Oliver Kindler und Julia Kargl eine Technologie voran, die tumorreaktive T-Zellen identifiziert, um personalisierte Immuntherapien präziser und kosteneffizienter zu machen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Clemens Arth und seine 24 Patente

Eine besondere Auszeichnung erhielt Clemens Arth von der TU Graz: Er wurde für eine außergewöhnliche Erfindungsbilanz mit der Nikola-Tesla-Medaille geehrt, nachdem ihm zwischen 2020 und 2024 elf voneinander unabhängige Patente erteilt wurden; insgesamt brachte er es bisher auf 24 Patentanmeldungen.

 

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