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Nova, Recht, Veranstaltung

Rechtsanwaltskammer Wien feiert ihren 175-jährigen Geburtstag

Andreas Nödl, Peter Csoklich, Ilse Reiter-Zatloukal, Armenak Utudjian, Georg Kodek, Christoph Sauer, Alix Frank-Thomasser, Roman Završek, Ewald Wiederin ©Stefan Seelig

Anwaltschaft. Mit einem Festakt im Palais Esterházy feierte die Rechtsanwaltskammer Wien am Donnerstag ihre Errichtung vor 175 Jahren.

Der Grundtenor der Grußbotschaften und Festreden: an der unabhängigen Rechtsanwaltschaft als unverzichtbare Säule des demokratischen Rechtsstaats dürfe nicht gerüttelt werden, so die Rechtsanwaltskammer (RAK) Wien.

RAK Wien ist 175 Jahre alt

Errichtet wurde die RAK Wien im Jahr 1850 als unabhängige, selbstverwaltete Interessenvertretung der Rechtsanwälte. Seither hat sie eine wechselvolle Geschichte erlebt und sieht sich heute mehr denn je als Garantin dieser Unabhängigkeit, wie betont wird.

RAK-Wien-Präsident Peter Csoklich spannte bei der Matinee im Wiener Palais Esterházy den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft: „Im Jahr eines so bedeutenden Jubiläums müssen wir uns stets vor Augen halten, dass die Unabhängigkeit und Selbstverwaltung der Anwaltschaft keine Selbstverständlichkeit sind. Die Berechtigung zur Selbstverwaltung muss jeden Tag aufs Neue bewiesen werden. Dies kann nur gelingen, wenn sie von allen Mitgliedern mitgetragen und aktiv mitgestaltet wird“, so Csoklich vor rund 100 Festgästen.

„Rechtsanwaltliche Selbstverwaltung hat nichts an Bedeutung verloren“

Bei allen standespolitischen Herausforderungen ist der Rechtsanwaltsberuf für einen funktionierenden Rechtsstaat und die liberale Demokratie unverzichtbar, betont die Anwaltschaft. Justizministerin Anna Sporrer ging darauf in einer Video-Grußbotschaft ein: „Die rechtsanwaltliche Selbstverwaltung und die Wahrnehmung ihrer Aufgaben haben bis heute nichts an Bedeutung verloren. Die Aktualität zeigt sich bei einem Blick auf jene Länder, die in ihren Bemühungen dem Grundsatz der ‚Rule of Law‘ gerecht zu werden, an ihre Grenzen stoßen.“

Die Statements

Unter der Moderation von Frau Alix Frank-Thomasser und Andreas Nödl kamen Grußworte u.a. von Christoph Sauer, Präsident der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich, Armenak Utudjian, Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages sowie von Univ.-Prof. Georg Kodek, Präsident des Obersten Gerichtshofes.

Univ.-Prof. Ilse Reiter-Zatloukal beleuchtete in ihrer Keynote die „Anwaltschaftliche Selbstverwaltung als Kriterium der Freiheitlichkeit eines Staatswesens aus historischer Sicht“. Univ.-Prof. Ewald Wiederin analysierte „Die Selbstverwaltung der Rechtsanwaltschaft“ aus dem Blickwinkel des Staats- und Verwaltungsrechts.

Roman Završek, First Vice-President of the Council of Bars and Law Societies of Europe (CCBE) beleuchtete in seinem Vortrag „Protecting our justice system – understanding the role of self-regulation for the administration of justice“ die universelle Bedeutung der Selbstverwaltung für einen funktionierenden demokratischen Rechtsstaat.

Auf dem Foto: Dr. Andreas Nödl, Hon.Prof. Mag. Dr. Peter Csoklich, Univ.Prof.in Dr.in Ilse Reiter-Zatloukal, Dr. Armenak Utudjian, Univ.Prof. Dr. Georg Kodek, Dr. Christoph Sauer, Dr.in Alix Frank-Thomasser, Mag. Roman Završek, Univ.Prof. Dr. Ewald Wiederin.

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