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Reiseführer in die Goldene Stadt: Kaiser, Künstler und vier Fensterstürze

Prag ©Manz

Neuerscheinung. Prag zählt zu den schönsten Städten der Welt, doch „die Goldene“ hat auch eine finstere Seite – ein neuer Reiseführer nicht nur für Jurist:innen geht auf Spurensuche.

Prag zählt zu den schönsten Städten der Welt, deren Beiname „die Goldene“ vom Licht herrührt, das die Sandsteinbauten in der Ebene am Moldauknie leuchten lässt, heißt es bei Fachverlag Manz: Er lädt in seiner Reihe von Reiseführern (nicht nur) für Jurist:innen zu einem Besuch der Goldenen Stadt ein, und sei es nur literarisch („Karlsbrücke, Kleinseite, Kafka Der Prag-Guide (nicht nur) für Jurist:innen“, C.H. Beck, Manz, Stämpfli 2025, 160 Seiten).

Geschrieben wurde der neue Prag-Reiseführer für Jurist:innen von Barbara Sternthal, promovierte Theater- und Kommunikationswissenschaftlerin, Autorin, Übersetzerin und Redakteurin. Bei Manz sind von ihr schon mehr als ein Dutzend Reiseführer und Ratgeber erschienen, zuletzt u.a. „Kirche, Kunst und Kolosseum“ (Rom) oder „Saibling, Salz & Seenglück“ (Ausseerland).

Die Stadt

Ein außergewöhnlicher Reiz Prags ist seine historische Tiefe. Vielfältige Herrschafts- und Rechtssysteme prägten das Leben der Prager Bevölkerung. Oft dienten diese Systeme den Regierenden, doch Prag wurde auch zur Welthauptstadt der Rebellen, die sich gegen die bestehenden Verhältnisse auflehnten und so mannigfache Veränderungen anstießen.

Zu den legendären Ereignissen, die Prag zu einem Brennpunkt der Weltgeschichte machten, gehört etwa der Fenstersturz des Jahres 1618: Aufsässige protestantische Vertreter der Stände warfen die Statthalter des katholischen Herrscherhauses Habsburg aus dem Fenster, das Ergebnis war der 30-jährige Krieg.

Aber wussten Sie, dass es in Prag insgesamt drei oder sogar sogar vier Fensterstürze gegeben hat? Den ersten 1419 (Beginn der Hussitenkriege), den zweiten 1483 (Konflikt zwischen König und Adel), den dritten eben 1618 und den vierten 1948: Der mutmaßliche Mord am tschechoslowakischen Außenminister Jan Masaryk nach dem kommunistischen Umsturz wird gelegentlich so bezeichnet.

Von Kaisern, Künstlern und Alchimisten

Nach Reiseführern zu Rom, Paris, Wien und anderen europäischen Städten folgt Autorin Sternthal in diesem Reiseführer aber natürlich vor allem auch juristischen Spuren in Prag. Sie erzählt von den Herrschenden, die Gesetze machten, von den Rebellen, die sie anfochten, und von den kriminellen Talenten, die sie brachen.

Berichtet wird von Kaisern und Königen, von Alchimisten und Rabbinern – so wurde auch der Golem der Sage nach in Prag erschaffen. Und natürlich darf auch der berühmteste Prager Versicherungsjurist (im Brotberuf) nicht fehlen – Schriftsteller Franz Kafka.

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