Wien. Der Staatspreis geht an Sonja Aziz, Mobilitätsforscherin Anna Huditz vom AIT ist eine der weiteren Preisträgerinnen.
Mit dem Grete-Rehor-Preis werden Persönlichkeiten, die zur Chancengleichheit und Frauenförderung beitragen, ausgezeichnet. Ziel ist die Sichtbarmachung bemerkenswerter Leistungen in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft, heißt es. Der Preis erinnert an Grete Rehor, die erste österreichische Bundesministerin.
Vergeben wird ein Staatspreis sowie weitere Preise in vier Kategorien; die Verleihung wurde vor kurzem im Rahmen des österreichischen Frauenpreises 2025 vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung durchgeführt.
Staatspreis für Sonja Aziz
Der Grete Rehor-Staatspreis ging dabei an Sonja Aziz – die Rechtsanwältin (Aziz, Breitenecker, Kolbitsch) wurde für ihr langjähriges Engagement im Bereich Opferschutz und Familienrecht geehrt. Sie berät und unterstützt Frauenberatungsstellen sowie Gewaltschutzeinrichtungen und vertritt Klientinnen rechtlich. Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit und ihrem öffentlichen Engagement trage sie zur Verbesserung des Gewaltschutzes bei, so das Ministerium in einer Pressemitteilung.
Die weiteren Preise
- Wirtschaft: Gerlinde Heil wurde für ihre Arbeit als Gründerin des Science Pool ausgezeichnet. Sie setzt sich gezielt für die Förderung von Mädchen und jungen Frauen im MINT-Bereich ein. Ihr Engagement zielt auf den Abbau von Geschlechter-Stereotypen und die Stärkung weiblicher Fachkräfte ab.
- Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt: Ilse Reiter-Zatloukal erhielt die Auszeichnung für ihre Verdienste um Gleichstellung in Lehre und Forschung; ihre Schwerpunktsetzung liegt auf frauen- und gleichstellungsspezifischen Rechtswissenschaften. Sie bringt zentrale frauenpolitische Themen in akademische und öffentliche Diskussionen ein.
- Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt: Ilkay Idiskut wurde für ihr Engagement in der Grundschulbildung geehrt. Sie sensibilisiere Kinder frühzeitig für Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung und in ihrem Unterricht hinterfragt sie Stereotypen und setze sich für ein wertschätzendes Klima ein.
- MINT und Digitalisierung: Brigitte Lutz wurde für ihren Einsatz zur Förderung von Frauen in IT und Digitalisierung geehrt; als Initiatorin von Projekten wie dem „Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien“ engagiere sie sich für Netzwerke und Sichtbarkeit und sie fördert gezielt Frauen und Mädchen für Berufe im digitalen Bereich.
- MINT und Digitalisierung: Anna Huditz, Mobilitätsforscherin am AIT, wurde als Expertin für Infrastruktur- und Verkehrsmanagement ausgezeichnet; durch Schulbesuche und Workshops setzt sie sich für mehr Chancen von Frauen im Technikbereich ein und sei Vorbild für junge Frauen in männerdominierten Branchen.
- Wirtschaftswissenschaften: Sylvia Frühwirth-Schnatter, Expertin im Bereich Statistik und Ökonometrie, wurde für ihre Forschung und Nachwuchsförderung geehrt. Mit ihren Forschungsarbeiten leiste sie Beiträge zur Sichtbarmachung von Benachteiligung in Arbeitsmarkt und Einkommen, so die Begründung.




