Leinfeld-Echterdingen. Zukünftige Regelungen in Europa werden durch neue Systeme in Mercedes-Benz-Trucks vorzeitig erfüllt.
Mercedes-Benz Trucks erweitert ab Februar 2026 seine Fahrerassistenzsysteme um neue Funktionen, die bereits den kommenden gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Ziel ist es, die aktive Sicherheit im Straßenverkehr weiter zu erhöhen und kritische Situationen frühzeitig zu erkennen, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. So wird der bisherige Active Brake Assist 6 durch den neuen Active Brake Assist 6 Plus ersetzt, der damit die ab 2028 geltenden europäischen AEBS-Regelungen bereits jetzt erfüllt.
Das System nutzt eine 270-Grad-Fusionstechnologie zur Umgebungserfassung und kann dadurch schneller auf kritische Situationen reagieren. So lässt sich eine höhere Unfallvermeidung erzielen, sowohl bei Fahrzeugen bis 90 km/h als auch bei Fußgängern und Radfahrern bis 60 km/h. Außerdem zeigt das Assistenzsystem deutlich an, wenn es vollständig initialisiert ist.
Warnung bei Unaufmerksamkeit
Parallel dazu wird der weiterentwickelte Attention Assist 2 eingeführt, der bei Unaufmerksamkeit und Übermüdung optisch und akustisch warnt. Eine integrierte Infrarotkamera erfasst Kopf- und Pupillenposition, wodurch Müdigkeitssymptome wie Blinzeln, Gähnen oder sinkende Augenlider erkannt werden. Zusätzlich misst das System den Blickwinkel und damit die Aufmerksamkeit der Fahrerin oder des Fahrers. Die erhobenen Daten verbleiben laut den Angaben ausschließlich im Fahrzeug und werden nach 15 Minuten gelöscht, womit der Datenschutz gewahrt bleibt.
Mercedes-Benz Trucks ist eine Geschäftseinheit der Daimler Truck AG und verantwortet die weltweiten Aktivitäten der Lkw-Marke Mercedes-Benz sowie der Marke BharatBenz; das Produktportfolio umfasst schwere und mittelschwere Lkw für Fern-, Verteiler- und Bauverkehr sowie Spezialfahrzeuge. Seit 2021 gehören auch batterieelektrisch angetriebene Lkw zum Angebot, welches laufend erweitert wird. BharatBenz bedient den indischen Markt mit schweren und mittelschweren Lkw sowie Bussen. Für beide Marken existiert ein konzerneigenes Vertriebs- und Servicenetz, das derzeit ausgebaut wird. Im Vorjahr wurde in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) ein „Global Parts Center“ eröffnet, das künftig die Ersatzteilversorgung steuert.