Open menu
Bildung & Uni, Tech

Was die Fraunhofer-KI nach zwei Jahren Praxis-Einsatz gebracht hat

FhGenie
FhGenie-Plattform (© Fraunhofer Gesellschaft)

München. Schon seit 2023 nutzt der deutsche Forschungsriese Fraunhofer seine eigene KI-Plattform. Nun hat Europas größte Forschungsinstitution eine erste Bilanz gezogen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt seit 2023 eine interne KI-Plattform namens FhGenie. Diese Plattform unterstützt Mitarbeitende mit rund 20 leistungsfähigen Sprachmodellen – und laut einer ersten Bilanz hilft sie, den Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität im Arbeitsalltag gerecht zu werden.

Die Plattform bietet einen sicheren, ChatGPT-ähnlichen Dienst zur Textanalyse, -erstellung und -überarbeitung. Ein besonderer Vorteil ist die Anpassbarkeit an organisationsspezifische Daten für präzisere Ergebnisse. Knapp 12.000 Mitarbeitende nutzen FhGenie regelmäßig. Es werden über eine Million Nachrichten pro Monat über die Plattform ausgetauscht.

Content-Filter gegen Missbrauch der Daten

FhGenie operiert ausschließlich im europäischen Wirtschaftsraum und speichert keine Zustandsinformationen von Anfragen. Content-Filter schützen die Plattform vor Missbrauch. Volontäre können Daten für Benchmarking ohne Personenbezug spenden; Nutzerangaben werden laut Fraunhofer-Aussendung DSGVO-konform nicht gespeichert oder analysiert.

Regelmäßige Updates implementieren neue Sprachmodelle wie GPT-5, Claude Sonnet 4.5 und das europäisch entwickelte Teuken 7B; weitere Verbesserungen umfassen Bildgenerierung mit DALL·E 3 und Multi-Upload-Funktionen.

In interne Systeme eingebunden

FhGenie integriert Web- und Intranet-Suchen sowie API-Zugänge für Forschungsprojekte; die Plattform ist in interne Systeme wie SAP SIP eingebunden. Rund 4500 Fraunhofer-Mitarbeitende tauschen sich in einer internen KI-Community aus, eine offene Schnittstelle ermöglicht ihnen die Einbindung von KI-Funktionen in ihre eigenen Forschungsprojekte. Die Nutzung erfolgt auf DSGVO-konformen Cloud-Umgebungen, darunter Microsoft Azure. Zukünftige Erweiterungen sehen zusätzliche Open-Source-Modelle vor. Ziel ist die differenzierte Nutzungsmöglichkeiten und stärkere Integration in Arbeitsprozesse.

Täglich aktuell über Neues informiert werden:

Weitere Meldungen:

  1. NIU answers: KI-Assistent für Nachhaltigkeit von Manz
  2. Wie vertrauenswürdig ist KI? Forscher identifizieren 6 Kriterien
  3. Hengeler Mueller siegt vor Gericht für Obdachlosen-Initiative
  4. Hypo Vorarlberg gibt deutscher Aqua Group Großkredit: Die Berater

Schreiben Sie einen Kommentar