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Recht als Kunstform: 21 Poeten & 21 Juristen erzählen die Verfassung

Bundesverfassung ©Manz

Österreich. 21 literarische Stimmen und 21 juristische Perspektiven begeben sich auf eine poetische Reise durch das Bundesverfassungsgesetz, von Anna Baar bis Bernd Wieser.

Die Verfassung neu erzählt: Fachverlag Manz hat einen literarischen Kommentar zur Schönheit der österreichischen Bundesverfassung veröffentlicht, wie es in einer Aussendung heißt: stolze 360 Seiten stark und nicht nur durch die Nähe des Erscheinungstermins (9.12.) zum Weihnachtsfest durchaus als Geschenk-tauglich zu bezeichnen. Aber halt – ein Geschenk für Juristen? Für Literaten? Urteilen Sie selbst.

Die Aufgabe

In „Die Schönheit und Eleganz der österreichischen Bundesverfassung“ begeben sich 21 literarische Stimmen und 21 juristische Perspektiven auf eine interpretatorische Reise durch ausgewählte Bestimmungen der Verfassung und regen zum Nachdenken an. Konkret geht es um das Bundes-Verfassungsgesetz, das B-VG, wie die Rechtsprofis sagen.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen beschrieb die österreichische Verfassung vor ein paar Jahren als „schön und elegant“: Mit der gleichen Feststellung habe der soeben bei Manz erschienene literarische Kommentar seinen Ausgangspunkt genommen, so der Fachverlag.

Das Werk „Die Schönheit und Eleganz der österreichischen Bundesverfassung“ bringt zwei Zugänge zusammen, die normalerweise getrennt nebeneinanderstehen – die verfassungsrechtliche Analyse und die literarische Interpretation – und biete so einen neuen Blick auf das normative Fundament der Republik Österreich.

Der Aufbau

Nach der Einleitung durch Herausgeber Christoph Bezemek interpretieren 21 Schriftsteller:innen im Duett mit 21 Juristinnen und Juristen ausgewählte Bestimmungen der Bundesverfassung. Das sieht im Inhaltsverzeichnis beispielsweise so aus:

Artikel 8 Absatz 1 B-VG
Cordula Simon, Verfassungssprech, dings, oida! . . . 79
Benjamin Kneihs, Kommentar . . . . . . . . . . . . . 85

Die einzelnen Bestimmungen werden dabei in paarweisen Beiträgen sowohl aus verfassungsrechtlicher als auch aus sprachlich-literarischer Perspektive beleuchtet. Das Buch behandelt – ähnlich wie vorangegangene Publikationen – grundlegende Prinzipien und Rechte, wie etwa die Rechtsstaatlichkeit, den Gleichheitssatz oder die Eigentumsfreiheit.

So soll es die Neuerscheinung ermöglichen, Themen des Verfassungsrechts abseits juristischer Dogmatik auch als gesellschaftliche und sprachliche Fragen zu lesen.

Die Autorinnen und Autoren

Literat:innen: Anna Baar, Franzobel, Laura Freudenthaler, Valerie Fritsch, Natascha Gangl, Karl-Markus Gauß, Sabine Gruber, Maja Haderlap, Elias Hirschl, Vea Kaiser, Gertraud Klemm, Elke Laznia, Robert Schindel, Ferdinand Schmalz, Stefan Schmitzer, Clemens J. Setz, Cordula Simon, Thomas Stangl, Dirk Stermann, Marlene Streeruwitz, Daniel Wisser.

Jurist:innen: Wilhelm Bergthaler, Maria Bertel, Peter Bußjäger, Harald Eberhard, Anna Gamper, Christoph Herbst, Michael Holoubek, Clemens Jabloner, András Jakab, Benjamin Kneihs, Georg Kodek, Barbara Leitl-Staudinger, Matthias Lukan, Michael Mayrhofer, Katharina Pabel, Jürgen Pirker, Karl Stöger, Harald Stolzlechner, Stefan Storr, Ewald Wiederin, Bernd Wieser.

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