Immobilien-Portale. Die geplante Übernahme von IMMOunited durch die Scout24-Gruppe wurde in der bisherigen Form zurückgezogen. Die BWB hatte dazu das Kartellgericht angerufen.
IMMOunited ist ein Wiener Daten-Dienstleister für den Immobilienmarkt, während die deutsche Scout24-Gruppe (Sprengnetter GmbH) u.a. Immobilienportale wie Immobilienscout24 betreibt. Der Deal war im Frühjahr 2025 angekündigt worden. Nun gestalten die Sprengnetter GmbH und die IMMOunited GmbH jedoch „das Zusammenschlussverfahren strategisch neu“, berichtet das Immobilien-Nachrichtenportal Immofokus.at.
Datendienste für Immobilien-Portale
Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hatte im Juni 2025 mitgeteilt, die geplante Übernahme von ImmoUnited durch Scout24 kritisch zu sehen: Der Deal sei aus wettbewerbsrechtlicher Sicht nicht in Phase 1 (d.h. vereinfacht) genehmigungsfähig und man habe Antrag auf vertiefte Prüfung (Phase 2) an das Kartellgericht gestellt.
Die BWB begründete die Anrufung des Kartellgerichts in einer Veröffentlichung mit Sorge um den Wettbewerb: Auf dem Markt für digitale Dienste für die Immobilienbewertung und -marktanalyse für Dritte „kommen die Zusammenschlusswerber auf Marktanteile deutlich über der Vermutungsschwelle einer Marktbeherrschung. Es bestehen Bedenken, dass es durch den Zusammenschluss zu Preiserhöhungen und der Verringerung der Wettbewerbsintensität kommt“, so die BWB.
Das Verfahren vor dem Kartellgericht habe wesentliche Erkenntisse gebracht, nun habe man den Antrag fristgerecht zurückgezogen, heißt es bei Immofokus: Sprengnetter und IMMOunited zeigen sich demnach überzeugt, dass die Transaktion wesentliche Vorteile für österreichische Kunden ermögliche. Man prüfe nun eine strategische Neuaufstellung des Vorhabens.
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