Kreislaufwirtschaft. Das Austrian Institute of Technology (AIT) will mit einem Forschungsprojekt die Wiederverwertung von Bauteilen vorantreiben. Dazu gibt es am 26. Jänner die Fachkonferenz CirCon 2026.
Im Forschungsprojekt CEScaleUP entwickelt das AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit der TU Wien, dem Forschungsverband der österreichischen Baustoffindustrie (FBI) und Meixner ZT ein digitales Ökosystem, das den nachhaltigen Einsatz von Baumaterialien vorantreiben und die Wiederverwertung von Bauteilen erleichtern soll.
Im Zentrum des Projekts steht laut einer Aussendung die Entwicklung eines standardisierten, digitalen Logbuchs für Gebäude, das den gesamten Lebenszyklus von Bauteilen dokumentiert. Mithilfe von Orthofotos und KI-gestützter Analyse sollen Bauteile teilautomatisiert erfasst und ihr Wiederverwertungspotenzial bewertet werden.
Digitales Logbuch für Gebäude
Die Lösung ist demnach BIM-kompatibel und soll künftig auch die Nachfrage nach Sekundärbaustoffen stimulieren. „Nur wenn Daten verfügbar sind, können Angebot und Nachfrage nach wiederverwendbaren Materialien zusammenfinden. Das schafft wirtschaftliche Anreize und reduziert gleichzeitig die Umweltbelastung. Langfristig stärkt das auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich“, so Gundula Weber vom AIT.
„Mit CEScaleUP wollen wir eine Brücke zwischen Forschung und Praxis schlagen – und damit echte Transformation ermöglichen. Unser Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen durch digitale Werkzeuge und neue Geschäftsmodelle zu stärken“, so Weber. Das Projekt wird durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert.
Fachkonferenz am 26. Jänner
Am 26. Jänner 2026 veranstaltet das AIT die CirCon 2026 im Wien Museum. Unter dem Motto „Bauen im Kreislauf – Chancen. Innovation. Praxis.“ widmet sich die Fachkonferenz den Herausforderungen und Zukunftspotenzialen einer kreislauforientierten Bauwirtschaft.
Die Veranstaltung wird Keynotes, Diskussionsrunden und interaktive Formate über aktuelle Entwicklungen beinhalten. Im besonderen Fokus stehen laut Veranstalter neue Tools und neue Geschäftsmodelle.
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