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Bildung & Uni

Unis Graz und Klagenfurt legen im Zeichen der Koralmbahn zusammen

©elsner / riccio.at

Uni-Kooperationen. Die Unis Graz und Klagenfurt bauen am gemeinsamen „südösterreichischen Hochschulraum“, so eine Strategieklausur.

Die Universitäten Graz und Klagenfurt wollen ein Zeichen für den südösterreichischen Hochschulraum setzen, so eine Aussendung: Bei einer gemeinsamen Strategieklausur im Benediktinerstift St. Paul trafen sich am 12. Jänner 2026 die Rektorate, Universitätsrät:innen und zentrale Leitungspersonen beider Institutionen, um Zukunftsthemen zu diskutieren und die weitere Zusammenarbeit zu stärken.

Die Anreise erfolgte symbolträchtig mit der jetzt fertiggestellten Koralmbahn, die bekanntlich Reisen zwischen den beiden Universitätsstandorten massiv beschleunigt. Mehr Tempo erhoffen sich die beiden Unis demnach nun auch bei ihren gemeinsamen Aktivitäten.

Auf dem Foto (1. Reihe, v.l.): Johann Wilfling (Uni Klagenfurt), Christian Marzluf (Uni Graz), Ada Pellert (Rektorin Uni Klagenfurt), Peter Riedler (Rektor Uni Graz), Doris Hattenberger (Uni Klagenfurt), Mireille van Poppel (Uni Graz), Peter Schlögl (Uni Klagenfurt). 2. Reihe, v.l.: Gerhard Fabisch (Unirat Uni Graz), Andreas Raggautz, Joachim Reidl, Markus Fallenböck – alle drei Uni Graz. Werner Wutscher (Unirat Uni Klagenfurt), Catherine Walter-Laager (Uni Graz) und Jan Steinbrenner (Uni Klagenfurt).

Die Ziele

Seit über einem Jahrzehnt arbeiten die Universitäten Graz und Klagenfurt im Entwicklungsverbund Süd-Ost erfolgreich zusammen, heißt es dazu. Gemeinsam mit weiteren Hochschulen in Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland sei das Lehramtsstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung entwickelt worden.

Die Klausur unterstreiche auch die gesellschaftspolitische Rolle von Universitäten: als Arbeitgeberinnen, als Orte der evidenzbasierten Erkenntnis und Stätten kritischer Reflexion sowie als zentrale Säulen der Demokratie.

„Die Koralmbahn ist eine historische Chance, den Süden Österreichs als Hochschulraum weiterzuentwickeln und im Alpe-Adria-Raum stärker zu verankern. Neben der Förderung klimafreundlicher Mobilität setzen wir gemeinsam mit der Uni Klagenfurt auf die effiziente Nutzung von Ressourcen – etwa im IT-Bereich – sowie auf die Optimierung gemeinsamer Lehrangebote“, so Uni-Graz-Rektor Peter Riedler.

International sichtbarer werden

Ziel ist es demnach, die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität dieses Wissenschaftsraumes gezielt zu steigern. Man schaffe neue, grenzüberschreitende Perspektiven für Studierende, Forschende und Lehrende im Alpen-Adria-Raum und fördere den Wissensaustausch über Regionen hinweg. „Die verbesserte Erreichbarkeit ermöglicht es uns, strategische Partnerschaften mit Hochschulen in Kärnten, der Steiermark, Slowenien und Norditalien auszubauen“, so Riedler.

Ada Pellert, Rektorin der Universität Klagenfurt: „Schon heute verbindet die Universität Graz und die Universität Klagenfurt eine sehr gute Zusammenarbeit, getragen von gemeinsamen Projekten, gegenseitiger Ergänzung und einem klaren Bekenntnis zur Qualität in Forschung, Lehre und Transfer.“

Kooperationen ausbauen

Das Ziel sei klar: „Wir möchten die Kooperationen zwischen Graz und Klagenfurt weiter intensivieren, Synergien gezielt ausbauen und gemeinsam noch sichtbarer als starke Wissenschafts- und Bildungsachse im Süden Österreichs auftreten“, so Pelltert.

Besonders eng sei die Kooperation bereits im Fach Slawistik: Seit diesem Wintersemester gibt es eine gemeinsame Koordinationsstelle Russisch, die auch mit der Ukrainehilfe verknüpft ist. Im naturwissenschaftlichen Bereich kooperieren die beiden Universitäten unter anderem im Rahmen des FWF-geförderten Spezialforschungsbereichs „Mathematik der Rekonstruktion für dynamische aktive Modelle“, der von der Universität Graz koordiniert wird (unter Mitwirkung der Universität Klagenfurt, der TU Graz und der TU Wien). Das „Dual Career Service“ der Universitäten in der Steiermark und Kärnten wiederum biete Beratungsleistungen rund um Karriere, Familie und Mobilität.

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