Open menu
Business, Motor

Kauflaune bei E-Autos weltweit deutlich gebremst, so EY

Axel Preiss ©EY Österreich / Stefan Seelig

Studie. Die Begeisterung privater Käufer für Elektroautos verliert deutlich an Schwung, so eine EY-Studie. Besonders betroffen sind die USA.

Die weltweite Begeisterung privater Käufer:innen für Elektroautos verliert laut EY spürbar an Schwung, auch wenn sich in den Verkaufszahlen ein differenzierteres Bild zeigt und die Absatzmärkte EU und China einen deutlichen und die Emerging Markets einen leichten Anstieg in der Nachfrage verzeichnen; konkret sind demnach besonders in den USA Rückschritte zu sehen.

Der aktuelle EY Mobility Consumer Index (MCI) 2025 zeigt laut einer Aussendung jedenfalls, dass inzwischen 50 Prozent der globalen Autokäufer:innen planen, in den kommenden 24 Monaten ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu erwerben. Das entspricht einem Anstieg um 13 Prozentpunkte gegenüber 2024.

Gleichzeitig sinkt die Kaufabsicht für batterieelektrische Fahrzeuge deutlich auf 14 Prozent – das ist ein Minus von 10 Prozentpunkten. Auch Hybridfahrzeuge verlieren an Bedeutung und erreichen nur noch 16 Prozent, fünf Prozentpunkte weniger als 2024.

Der Faktor USA

Der Mobility Consumer Index basiert auf einer weltweiten Befragung von rund 21.000 Konsument:innen in 32 Ländern – darunter auch Österreich – und analysiert unter anderem Kaufabsichten, Antriebstechnologien, Ladeinfrastruktur, Konnektivität und den Fahrzeugkaufprozess.

Der Anteil jener Konsument:innen, die einen Verbrenner kaufen wollen, steigt in Nord- und Südamerika um 12 Prozentpunkte, in Europa um elf Prozentpunkte und im asiatisch-pazifischen Raum um zehn Prozentpunkte. Parallel dazu sinke die Kaufabsicht für batterieelektrische Fahrzeuge in allen großen Weltregionen.

„Diversifizierte Antriebslandschaft“

Reichweitenangst (29 %), fehlende Ladeinfrastruktur (28 %) und hohe Batteriekosten (28 %) sind die Haupt-Bremser bei der Nachfrage nach Elektroautos, so EY.

Axel Preiss, Leiter Industrials bei EY Österreich: „Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich viele Käufer:innen von einer rein elektrischen Ideallösung verabschieden. Entscheidungen werden pragmatischer und stärker entlang von Kosten, Infrastruktur und Alltagstauglichkeit getroffen. Der Markt bewegt sich weg von einem ‚E-only‘-Ansatz hin zu einer diversifizierten Antriebslandschaft, in der unterschiedliche Technologien unterschiedliche Bedürfnisse abdecken.“

Diese Entwicklung spiegle sich auch auf Herstellerseite wider. Viele Automobilproduzenten passen ihre Strategien an, verstärken wieder den Fokus auf Verbrenner- und Hybridmodelle und justieren ihre E-Auto-Programme angesichts der veränderten Nachfrage, heißt es.

Eins fehlt noch: Der Newsletter von Extrajournal.Net

Einfach E-Mail eintragen und die weitere Entwicklung verfolgen.

Weitere Meldungen:

  1. 2026 zieht KI in die Werkshallen ein: Billig wird es nicht, so Deloitte
  2. Die Zeiten werden auch für die Banken härter, so Berater zeb
  3. Gewaltereignisse machen Manager vorsichtiger im Business
  4. Freshfields sieht KI als Antriebskraft für hohe M&A-Preise in Europa

Schreiben Sie einen Kommentar