Industrie. DLA Piper hat den österreichischen Energie-Zulieferer ASTA Energy Solutions bei seinem Börsengang in Frankfurt beraten: Es war dort der erste 2026.
Wirtschaftskanzlei DLA Piper hat die ASTA Energy Solutions AG, einen global tätigen Hersteller von Kupferelementen für Energieübertragung und Industrie, bei seinem Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse beraten, so eine Aussendung. Der erste Handelstag an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute, 30.1.2026.
Der österreichische Kupferspezialist ASTA Energy Solutions habe dabei ein „fulminantes Börsedebut“ in Frankfurt hingelegt, schreibt das deutsche Handelsblatt: Der erste Kurs wurde am Freitag mit 43 Euro festgestellt, bei einem Ausgabepreis von 29,50 Euro (bis 11 Uhr leicht gesunken auf 40 Euro, Anm.d.Red.). „Asta-Chef Karl Schäcke läutete die Glocke zum ersten Börsengang des Jahres in Frankfurt“, hält das deutsche Wirtschaftsmedium ebenfalls fest.
ASTA Energy Solutions AG ist Teil der ASTA Group, mit Hauptsitz in Oed (Niederösterreich). Das Unternehmen betreibt sechs Produktionsstandorte in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Brasilien (zwei Standorte), China und Indien und beschäftigt rund 1.400 Mitarbeitende. Seine Produkte werden in Transformatoren, Generatoren, Rechenzentren u.a. eingesetzt.
Die Transaktion
Der Börsengang bestand aus einem Angebot von 4,54 Mio. neuen Aktien, 1,37 Mio. bestehenden Aktien aus dem Bestand der jeweils von Michael Tojner kontrollierten Aktionäre ETV Montana Holding GmbH und Makra GmbH sowie einer Mehrzuteilungsoption über 0,84 Mio. Mehrzuteilungsaktien aus dem Besitz der ETV Montana Holding GmbH, die gemeinsam mit der Makra GmbH laut den Angaben auch zukünftig Mehrheitsaktionärin sein werde.
Bei einem Angebotspreis am oberen Ende der Preisspanne (29,50 Euro) lag das gesamte Platzierungsvolumen bei ca. 190 Mio. Euro, unter der Annahme einer vollständigen Ausübung der Greenshoe Option. Insgesamt 55 Mio. Euro des Platzierungsvolumens war im Vorfeld des Börsengangs bereits bei Cornerstone Investoren platziert worden.
Die Aktien der ASTA Energy Solutions AG werden im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet und sind auch über die Wiener Börse (global market) handelbar.
Die Berater
Der Börsengang bestand aus einem öffentlichen Angebot an Investoren in Deutschland und Österreich sowie Privatplatzierungen an qualifizierte Investoren in bestimmten Jurisdiktionen außerhalb Deutschlands und Österreichs, einschließlich in den USA. Für die Transaktion war Berenberg als Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner mandatiert; die Commerzbank (in Kooperation mit ODDO BHF) und die Raiffeisen Bank International fungierten als Joint Bookrunners. Baader Bank war als Co-Lead Manager ohne eine Rolle als Underwriter beteiligt.
Der auf die Emittentin entfallende Bruttoemissionserlös von ca. 125 Mio. Euro soll laut den Angaben die weitere internationale Expansion des Unternehmens unterstützen. Die Mittel aus der Emission sollen insbesondere den Ausbau der globalen Produktionskapazitäten, die Stärkung der Lieferketten und zusätzliche Investitionen in Recycling- und Gießereikapazitäten ermöglichen. Darüber hinaus soll die Kapitalstruktur des Unternehmens weiter gefestigt und die finanzielle Flexibilität erhöht werden.
Das DLA Piper-Team
Das grenzüberschreitende DLA-Piper-Team und das gesamte Projekt standen unter der gemeinsamen Federführung von Partner Roland Maaß und Counsel Juliane Poss (beide Kapitalmarktrecht, Frankfurt). Partner Christian Temmel und Counsel Christian Knauder-Sima (beide Kapitalmarktrecht und Corporate, Wien) hatten die Federführung für sämtliche Fragen österreichischen Rechts.
Die Associates Alexander Hofsepjan und Benedikt Mail (alle Kapitalmarktrecht, Frankfurt) unterstützten als Kernteam. Darüber hinaus war Counsel John Stone (US Securities Law, London) beteiligt.
Eins fehlt noch: Der Newsletter von Extrajournal.Net
Einfach E-Mail eintragen und die weitere Entwicklung verfolgen.





