Wien. Kriminelle nützen den Homeoffice-Trend zunehmend für Cyberangriffe aus. Die Wirtschaftskammer Wien gibt Unternehmen daher fünf Tipps für mehr Sicherheit.
Jeder sechste Cyberangriff gegen Unternehmen in Wien ist erfolgreich. Das geht aus einer jüngsten Studie von KPMG hervor. Ein Einfallstor für Cyberkriminelle, das gerne vergessen wird, ist Homeoffice, wenn Mitarbeiter über mobile Endgeräte auf Unternehmensnetzwerke zugreifen.
Unsichere Router, private WLANs und ungeschützte Endgeräte erleichtern Cyberattacken. Und Cyberkriminelle nutzen diese Schwachstellen gezielt aus, um sich Zugang zu firmeninternen Systemen zu verschaffen.
VPN als wichtige Basis
„Ein gut konfiguriertes VPN mit starker Authentifizierung ist nach wie vor ein weiterer guter Baustein zu einem umfassenden Schutz, um potenzielle Angriffe auf Firmennetzwerke möglichst zu verhindern“, so Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien in einer Aussendung.
Ein VPN (Virtual Private Network) verschlüsselt Daten zwischen Endgerät und Unternehmensnetzwerk und schafft damit einen geschützten Tunnel gegen Abhörversuche. Moderne VPN-Lösungen bieten zusätzliche Schutzmechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, rollenbasierte Zugangskontrollen und automatisierte Sicherheitsupdatens.
„Entscheidend ist eine Kombination aus technischem Schutz und bewusstem Verhalten. Ein VPN hilft nur dann, wenn Nutzer sichere Passwörter verwenden, Updates durchführen und verdächtige Aktivitäten erkennen“, so Rüdiger Linhart, IT-Sprecher der Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung, Informationstechnologie) der WK Wien.
Fünf Tipps für Unternehmen
Zunehmend stärker von Cyberattacken bedroht sind vor allem Klein- und Mittelbetriebe (KMU), die über keine eigene IT-Abteilung verfügen. Für alle Unternehmen empfiehlt die WK Wien folgende Abwehrmechanismen gegen Cyberattacken:
- Verpflichtende Nutzung von VPN für alle externen Zugriffe
- Regelmäßige Updates von VPN-Gateways, Routern und Endgeräten
- Multifaktor-Authentifizierung für sensible Bereiche
- Cybersecurity-Schulungen für Mitarbeiter
- Regelmäßige Sicherheitstests und Notfallübungen
„Homeoffice gehört für viele Unternehmen bereits zum Standard, auch um für junge Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Umso wichtiger ist es, die Awareness für die Cybersicherheitsthematik auch hier zu erhöhen“, so Heimhilcher.
Eins fehlt noch: Der Newsletter von Extrajournal.Net
Einfach E-Mail eintragen und die weitere Entwicklung verfolgen.