Neuer Rekord. Rund 5,8 Milliarden Pakete haben fernöstliche Handelsplattformen 2025 in die EU verschickt: Ein neuer Pauschal-Zoll ab 1. Juli soll die Trendwende bringen.
Die Flut an Fernost-Paketen in Europa schwillt weiter an, formuliert es eine Information des Handelsverbands: Laut EU-Kommission wuchs die Zahl der E-Commerce-Kleinsendungen (unter 150 Euro) aus Drittstaaten im Vorjahr um 26% oder 1,2 Mrd. Stück auf 5,8 Mrd. Pakete an. Im Durchschnitt bekam also jeder der 450 Millionen EU-Bürger:innen 2025 knapp 13 Pakete von fernöstlichen Handelsplattformen – meist aus China – zugeschickt.
13 Pakete pro EU-Bürger
Das entspricht einer Flut von mehr als 10.000 Paketen pro Minute, so der Handelsverband. Laut EU-Schätzungen könnten bis zu 65% der in die EU eingeführten Kleinpakete unterbewertet sein, um Zölle zu umgehen.
Zur Abhilfe hat die EU die Abschaffung der „de minimis“ Zollregel beschlossen, die Sendungen unter 150 Euro bisher zollfrei stellte: Stattdessen wird ab 1. Juli 2026 eine Pauschalgebühr von drei Euro pro „Mini“-Paket eingehoben. Laut Schätzungen werden davon künftig 93 Prozent der E-Commerce-Pakete erfasst.
Die Maßnahme soll laut EU-Rat Europas Handel und Produzenten vor unfairer Konkurrenz schützen und gleichzeitig für die Einhaltung von Europas Sicherheits- und Umweltstandards sorgen. Der Handelsverband begrüßt die Maßnahme, fordert aber noch weitergehende Schritte. Aktuell ist der 3 Euro-Zoll übrigens nur als Übergangslösung gedacht, er soll ab 2028 durch ein endgültiges System genauerer Verzollung ab dem ersten Euro abgelöst werden.
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