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Thoma Bravo verteidigt Squeeze-out bei EQS Group: Die Berater

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München. Gleiss Lutz hat das US-Investmenthaus Thoma Bravo beim Squeeze-out bei der EQS Group vor Gericht verteidigt.

Die deutsche Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz hat die Pineapple German Bidco GmbH, ein Transaktionsvehikel der IT-Investmentgesellschaft Thoma Bravo, im Spruchverfahren zum Squeeze-out bei der EQS Group AG erfolgreich vor dem Landgericht München I vertreten, so eine Aussendung.

Die EQS Group ist ein europaweit tätiger Corporate- und Compliance-Dienstleister, der beispielsweise auch namhafte österreichische Behörden und Unternehmen mit Compliance Tools versorgt. Das auf Sicherheitsthemen spezialisierte IT-Investmenthaus Thoma Bravo hat die deutsche EQS Group übernommen und die Kleinaktionäre abgefunden – wogegen sich, wie in solchen Fällen nicht selten, juristischer Widerstand regte.

Das Urteil

Nun gibt es also eine Entscheidung des Münchener Gerichts dazu: Nach Auffassung der Kammer unter dem Vorsitzenden Richter Frank Schaulies ist die anhand des Börsenkurses festgelegte Barabfindung je Aktie angemessen, weil der nur im qualifizierten Freiverkehr gebildete Börsenkurs zur Bewertung der Unternehmensbeteiligung der Minderheitsaktionäre geeignet sei. Von einer Plausibilisierung durch die Ertragswertmethode hat das Gericht daher abgesehen, so Gleiss Lutz.

Angesichts der intensiv geführten Diskussion, ob und wann der Börsenkurs allein herangezogen werden kann, habe dieser erstinstanzliche Beschluss Signalwirkung. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) mit dem Standard IDW S 17 gerade einen börsenkurskritischen Standard vorgelegt hat, heißt es.

Für Pineapple waren bei Gleiss Lutz Dirk Wasmann (Federführung; Partner, Gesellschaftsrecht, Stuttgart) sowie Thorsten Gayk (Counsel, Gesellschaftsrecht, Hamburg) aktiv.

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