Finanzierung. Die Leasingbranche verzeichnet mehr als 10 Prozent Plus im Neugeschäft: Die Auto-Sparte wächst, die Immobilien stabilisieren sich.
Der Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) sieht für das Jahr 2025 einen deutlichen Aufwärtstrend im Leasinggeschäft. „Das Geschäftsjahr 2025 war ein sehr erfolgreiches für unsere Branche, mit einem Rekord-Neugeschäftsvolumen von rund zehn Milliarden Euro und einer Steigerung von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, so VÖL-Präsident Alexander Nekolar in einer Aussendung. 2024 hatte es noch einen Rückgang um über 5 Prozent gegeben.
Kfz-Leasingverträge auf Rekordniveau
Der bedeutendste Wachstumstreiber war demnach 2025 das Kfz-Leasing. Mit einem Plus von 10,91 Prozent hat sich das Wachstum des Neugeschäftes gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Besonders dynamisch entwickelten sich die Vertragsabschlüsse, die um 21,1 Prozent zulegten.
Daraus ergibt sich eine Leasingquote von 59,4 Prozent: Mehr als die Hälfte der in Österreich neu zugelassenen Kfz sind Leasing finanziert. Insgesamt laufen im Kfz-Bereich derzeit 736.811 Leasingverträge, mit einem Volumen von 17,6 Mrd. Euro. Nach mehreren Jahren rückläufiger Bestandsverträge, trotz wachsender Bestandsvolumina, freue man sich nun über ein Wachstum in beiden Kategorien, so Nekolar.
44 Prozent des Fuhrparks sind (teil-)elektrisch
Im Fuhrparkmanagement bleibe das Bestandsvolumen mit rund 3 Mrd. Euro auf einem konstant hohen Niveau. Davon fällt ein Anteil von 44,13 Prozent auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge. „Das zeigt die zentrale Rolle von Leasing als Motor der grünen Transformation bzw. als zentraler Hebel der Mobilitätswende“, sagt VÖL-Generalsekretärin Magdalena Gruber.
Immobilien-Leasing gibt Lebenszeichen
Aufwind zeige sich im Immobilien-Leasing. Die Zahl der Neuverträge stieg um 30,77 Prozent. Die Anschaffungswerte stabilisierten sich nach dem massiven Rückgang um 51,6 Prozent im Jahr 2024 auf einen minimalen Rückgang von nur 0,2 Prozent im Jahr 2025.
Damit konnte der rückläufige Verlauf der vergangenen Jahre spürbar abgefedert werden, heißt es. VÖL-Präsident Nekolar: „Trotz des langjährig rückläufigen Trends ist die strategische Bedeutung des Immobilien-Leasings nicht zu unterschätzen. Mit einem Bestandsvolumen von 6,36 Mrd. Euro bleibt das Immobilien-Leasing weiterhin ein zentrales Geschäftsfeld der Branche“.
Mobilien-Leasing wächst
Mit dem Wachstum von knapp 50 Mio. Euro (+ 3,14 Prozent) im Mobilien-Leasing zeigt sich der VÖL ebenfalls zufrieden. Zwar ging die Zahl der Neuverträge um 2,36 Prozent zurück, das wurde jedoch das höhere Neugeschäftsvolumen ausgeglichen. Dieser Trend zeige, dass Unternehmen Leasing zunehmend zur Finanzierung höherwertiger Wirtschaftsgüter nutzen.
„Dass das Mobilien-Leasing trotz der verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung einen Aufschwung erlebt, unterstreicht die wachsende Bedeutung von Leasingfinanzierungen für Unternehmen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“, so Gruber.
Die Aussichten für 2026
Für 2026 ist Präsident Nekolar optimistisch: „Dank einer hohen Flexibilität mit gleichzeitig langfristig planbaren Kosten ist Leasing ein zentrales Finanzierungselement in Zeiten wirtschaftlichen Umschwungs.“
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