Veranstaltung. Der 16. Aufsichtsratstag der WU Wien analysierte das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Arbeit und organisatorischem Rahmen in der Kulturbranche.
Der Festsaal der WU Wien wurde beim 16. Aufsichtsratstag der WU Wien unter dem Titel „Governance der Kunst – Kunst der Governance“ zum Treffpunkt von Kunstwelt und Corporate Governance. Rund 400 Teilnehmer informierten sich darüber, wie viel Freiheit künstlerische Arbeit braucht und wie viel Struktur aus Sicht des Aufsichtsrats bei Kulturorganisationen notwendig ist.
Stargast war dabei die Opernsängerin Elīna Garanča. Organisiert wurde die Veranstaltung von WU-Professorin Susanne Kalss und WU-Professor Werner H. Hoffmann.
Das Programm
Eröffnet wurde die Veranstaltung laut Aussendung von WU-Rektor Rupert Sausgruber und der Vorsitzenden des Universitätsrats Cattina Leitner. Danach sprach Opernsängerin Elīna Garanča über das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Arbeit und wirtschaftlichen Interessen.
Christian Kircher von der Bundestheater Holding erklärte, eine Holding mache nicht selbst Kultur, sondern ermögliche sie durch stabile Strukturen und verantwortungsvolle Steuerung. Matthias Schulz vom Opernhaus Zürich referierte über die Balance zwischen künstlerischer Arbeit und organisatorischem Rahmen.
Hedy Graber vom Istituto Svizzero analysierte die Verantwortung von Aufsichtsräten in der Kunstbranche. Auch das Wiener Konzerthaus wurde als Beispiel genannt: Matthias Naske und Christine Dornaus erläuterten das Ziel, möglichst viele unterschiedliche Menschen dauerhaft mit musikalischer Exzellenz zu verbinden.
Studien über Diversität
Ein weiterer Schwerpunkt des Tages lag auf Diversität in Führungsgremien. Dabei wurden mehrere Studien präsentiert, die zu dem Ergebnis kamen, dass Unternehmen mit vielfältig besetzten Vorständen und Aufsichtsräten besser performen.
Sabine Herlitschka von der Industriellenvereinigung, Karen Fanto von Zukunft Frauen und Michael Sigmund von der Oesterreichischen Nationalbank betonten in diesem Zusammenhang die positive Wirkung einer stärkeren Einbindung von Frauen.
Eins fehlt noch: Der Newsletter von Extrajournal.Net
Einfach E-Mail eintragen und die weitere Entwicklung verfolgen.


