Kräftiges Lebenszeichen. Nahezu alle Immobilientypen haben 2025 bei den Verkäufen wie bei den Umsätzen zugelegt, so die aktuelle Re/Max-Statistik.
Nahezu alle Immobilientypen haben 2025 gegenüber 2024 bei den Verkäufen wie bei den Umsätzen zugelegt, so der aktuelle Re/Max-ImmoSpiegel. Für den Gesamtmarkt ergibt dies gegenüber dem schwachen Jahr 2024 einen Mengenzuwachs von 16,8% und einen Mehrumsatz von 20,3%, heißt es weiter.
Damit ist „der Aufschwung da“, wie Re/Max seine Aussendung betitelt. Historisch betrachtet sind die Verbücherungszahlen damit allerdings auf dem Niveau von vor zehn Jahren und liegen 8,6% unter dem Zehnjahresschnitt – es bleibt bei der Erholung also noch Luft nach oben.
Die Entwicklung
Mit 117.782 verbücherten Immobilien liegt die Jahresmenge in Österreich 2025 um 16,8 % über der von 2024, so Re/Max. Auch wenn auf das Rekordjahr 2021 noch -27,9 % fehlen, so scheint die Trendwende eindrucksvoll geschafft, heißt es. Der Verbücherungswert stieg um 5,84 Mrd. Euro auf 34,61 Mrd. Euro. Das sind um 20,3 % mehr als 2024, um 5,8 % mehr als der Schnitt der letzten zehn Jahre und nach den Ausnahmenjahren 2020 bis 2022 das bisher vierhöchste Ergebnis.
Betrachtet nach Bundesländern legte nur das Burgenland einstellig (um 8,5 %) zu. Alle anderen Bundesländer erhöhen ihre Verkaufsmengen zweistellig; Spitzenreiter sind Vorarlberg (+26,2 %) und Wien (+24,4 %). Nach Umsatz liegen die Zuwächse in Vorarlberg bei 30,7 %, bei 29,6 % in der Steiermark und 22,1 % in Wien. Einen Rückgang um 1,8 % gab es im Burgenland.
Aufschwung auch bei Gewerbeimmos
Re/Max sieht nicht nur bei Wohnimmobilien eine Erholung: Gewerbeimmobilien hätten sich zwar unterschiedlich entwickelt, es gibt aber deutliche Zuwächse. Geschäftslokale haben demnach um +17,9 % zugelegt, Lager um +15,9 % und Büroflächen bzw. Bürogebäude sogar um +32,5 % bzw. +38,0 %. Immobilen im Beherbergungsgewerbe (Hotels/Pensionen) wurden um +41,9 % mehr verkauft, Zinshäuser dagegen nur um +9,7 % und Zinshausanteilkäufe um +6,9 % mehr als 2024. Die Gewerbeimmobilien sind mit 2.835 Objekten (+21,0 %) für 2,66 Mrd. Euro Umsatz verantwortlich, um +5,5 % mehr als 2024.
Der Ausblick
„Die rückläufige Inflation und das geringere Zinsniveau, aber auch psychologische Effekte wie das medial breitgetretene Ende der KIM-Verordnung – die in Wirklichkeit nur eine Umwandlung von einer Verordnung in eine dringende Empfehlung war – und vor allem Gewöhnungseffekte an das Ende der Nullzinsphase, haben zu dieser Trendumkehr geführt“, so Bernhard Reikersdorfer, Managing Director von Re/Max Austria, in der Aussendung.
Zusätzliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes seien allerdings dringend erforderlich. Die 2025 erfolgte Ankündigung eines bundeseinheitlichen Wohnbaukreditprogramms für junge Menschen sei auf jeden Fall zu begrüßen. „Die Schaffung von Immobilieneigentum sollte unbedingt gefördert werden. Eigentum bedeutet mehr Selbstbestimmung und Freiheit, geringere Kosten in der Pension und daher einen Schutz vor Altersarmut, auch dann, wenn das Pensionssystem in naher Zukunft immer mehr Menschen möglicherweise nur mehr überschaubar unterstützen kann“, so Reikersdorfer weiter.
Es müsse allerdings auch „dringend in die Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum intensiviert werden, ob durch Neubau, Umbau, Sanierung, Verdichtung. Wir brauchen bei steigender Nachfrage nach Wohnraum dringend mehr Angebot, damit massive Preissteigerungen, aufgrund einer Angebotsknappheit, in Zukunft hintangehalten werden“, so Reikersdorfer.
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