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Neue Köpfe bei DLA Piper: „Fokus auf internationale Mandate“

Christoph Mager ©DLA Piper

Wirtschaftskanzleien. DLA Piper Wien hat etliche Neuernennungen vorgenommen: „Wir wachsen durch internationale Mandate“, sagt Managing Partner Christoph Mager.

Extrajournal.Net: Im Wiener Büro von DLA Piper haben in letzter Zeit leitende Rechtsprofis in mehreren Sparten gewechselt – insbesondere in Real Estate, Capital Markets, IP/IT und Tax. Was ist der Grund dafür?

Christoph Mager: Wir haben uns in Österreich zum Ziel gesetzt, den Umsatz zu erhöhen, vor allem durch internationale Mandate. 2022 lag der Umsatz bei ca. 20 Millionen Euro, drei Jahre später waren es bereits 35 Mio. Euro. Im Rahmen dieser Zielsetzung haben wir auch neue Kernbereiche erschlossen wie Real Estate, das wir mit Birgit Kraml neu aufgebaut haben. Außerdem haben wir unter anderem die Steuerrechtsgruppe mit Philipp Stanek als Head of Tax neu besetzt.

Transaktionsgruppen sollen gestärkt werden

Wir wollen den Fokus weiter verschieben und denken dabei an neue Leute, die wir an Bord holen wollen. Wir wollen auch die Transaktionsgruppen stärken und sind da in guten Gesprächen. Die Neubesetzungen sind typischerweise Fachexpertinnen und -experten mit gutem Standing, die lokal stark verankert sind, aber gleichzeitig eine klare Ausrichtung auf das internationale Geschäft haben.

Philipp Stanek ist zum Beispiel sehr transaktionserfahren. Das ist wichtig für uns – wir wollen verstärkt in Transaktionen gehen. Auch IP/IT ist heute sehr stark von technischen Aspekten geprägt, es geht weniger als früher rein um die Bewahrung geistigen Eigentums. Diese Tangente bedeutet für uns als globale Kanzlei das relevantere Geschäft. Das gilt auch für das Kapitalmarktrecht, wo wir mit Armin Kammel jetzt einen Experten haben, der fachlich stark und international ausgerichtet ist, der darüber hinaus gerichtlich beeideter Sachverständiger ist, die Prüfungen für FMA-Mitarbeiter macht usw.

„Lokal verankert, aber mit internationalem Bezug“

Das Wiener DLA Piper Büro soll also nicht bloß den österreichischen Markt bearbeiten, sondern gemeinsam mit den anderen Standorten das internationale Geschäft betreuen?

Christoph Mager: Unsere Kolleginnen und Kollegen sind lokal verankert, aber mit internationalem Bezug, mit Klientenbeziehungen über die Grenzen hinweg. Diesen internationalen Fokus sehen wir als ganz wichtig an. Natürlich bearbeiten wir auch den österreichischen Markt, aber nicht nur – denn für eine rein länderbezogene Sichtweise sehen wir weniger Potenzial.

Am österreichischen Kapitalmarkt gibt es beispielsweise wenige IPOs. Es gibt natürlich viele Anleihe-Emissionen, aber die sind anwaltlich oft nicht so interessant, da weitgehend standardisiert. Die Unternehmen, Banken und Versicherungen machen dabei auch viel inhouse. Für uns ist es wesentlich spannender, den internationalen Kapitalmarkt zu betreuen.

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