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Teure Energie: CFOs erwarten Inflationsanstieg auf 3,3 Prozent

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Management & Stimmung. Die globalen Krisen belasten die Stimmung in den Finanzabteilungen österreichischer Unternehmen, so eine Deloitte-Studie.

Vor allem die stark steigenden Preise bei Energie und Treibstoff bremsen das Wachstum und haben unmittelbare Auswirkungen auf die Inflationserwartungen. Unternehmen versuchen mit Kostensenkungen und der Reduktion von Abhängigkeiten entgegenzuwirken, so eine Aussendung.

Die Umfrage

Im Rahmen des „Deloitte CFO Survey“ erhebt Beratungsmulti Deloitte halbjährlich die Gemütslage unter Österreichs Finanzvorständen. Die aktuelle Befragung der 100 Top-CFOs des Landes vom April 2026 zeigt demnach: Die geopolitischen Entwicklungen hinterlassen deutliche Spuren in den Unternehmen.

Vor allem die hohen Energiekosten sind eine Belastung. Acht von zehn Befragten berichten in diesem Zusammenhang von spürbar negativen Auswirkungen auf die Profitabilität ihrer Organisation. Und viele befürchten in naher Zukunft Probleme mit der Energieversorgung in Form von Preisschocks (52%) sowie eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten (46%).

„Österreichs Finanzvorstände sind angesichts der aktuellen Lage überwiegend pessimistisch gestimmt. Zwei Drittel gehen von einer Verschlechterung des Investitionsklimas in den kommenden zwölf Monaten aus. 59% zeigen sich auch hinsichtlich der finanziellen Erfolgsaussichten ihres Unternehmens negativer als noch vor wenigen Monaten“, analysiert Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich: „Diese Einschätzungen bestätigen die aktuellen Prognosen des WIFO, die von einem gedämpften Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr 2026 ausgehen. All das spiegelt die wachsende Unsicherheit am Standort wider. “

Inflationserwartung liegt aktuell bei 3,3 Prozent

Die Preisschübe bei Treibstoffen und Heizöl schlagen sich auch unmittelbar in der Inflationserwartung nieder. Die Befragten rechnen in den kommenden zwölf Monaten in Österreich mit einem Inflationsanstieg auf 3,3%. Für die Eurozone werden 2,7% erwartet.

Gleichzeitig stellt der Inflationsanstieg – neben den derzeitigen Konjunkturaussichten und den geopolitischen Risiken – laut Befragung das größte Risiko für den Unternehmenserfolg dar. „Die hohe Inflationserwartung im Inland im Vergleich zur Eurozone macht einmal mehr die starke Energieabhängigkeit Österreichs deutlich. Für die heimische Wirtschaft bedeutet das ein anhaltend herausforderndes Umfeld, das langfristig nur durch den Ausbau erneuerbarer Energiequellen gelöst werden kann“, so Marterbauer.

Reaktive Absicherung anstatt wirklicher Veränderung

Die Unternehmen tun ihr Möglichstes, um die Konsequenzen der geopolitischen Umwälzungen abzufedern. Vor allem Szenarioanalysen (51%), interne Stresstests (33%) sowie die Reduktion der Abhängigkeiten von Einkaufs- und Absatzmärkten (33%) wurden in den vergangenen Monaten häufig als Absicherungsmaßnahmen genutzt. Auch künftig wollen viele auf Kostensenkungen (91%), eine Verringerung der Betriebsaufwandes (88%) sowie Wachstum in bestehenden Märkten (88%) setzen.

„Die Unternehmen priorisieren derzeit reaktive Maßnahmen. Strategische Neuausrichtungen wie Expansion in neue Märkte, Erhöhung von Investitionen sowie Wachstum durch Akquisitionen werden hintenangestellt. Die Unternehmen werden aber die Balance zwischen kurzfristiger Stabilisierung und langfristiger Transformation schaffen müssen, wenn Österreich wettbewerbsfähig bleiben soll“, betont Marterbauer.

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