Verbraucherschützer. Der VKI und die Versicherungsverband schließen Frieden bei LV-Kosten: Rund 10.000 Versicherte erhalten ohne Gerichtsverfahren Geld zurück.
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) führt seit Mai 2023 eine Sammelaktion im Zusammenhang mit intransparenten Kostenklauseln bei vor 2007 abgeschlossenen kapitalbildenden Lebensversicherungen durch. Nach Abschluss der Sammelphase per 31.12.2025 konnte nun eine Lösung mit der Versicherungsbranche zu den in diesem Zusammenhang möglichen Ansprüchen erzielt werden, gibt der VKI in einer Aussendung bekannt.
Die Einigung
Die Versicherungsbranche werde im Rahmen dieser Lösung einen namhaften Betrag im niedrigen zweistelligen Millionenbereich aufwenden, der an rund 10.000 teilnehmende Konsument:innen der Sammelaktion ausgezahlt wird.
Hintergrund der Sammelaktion ist die Rechtsansicht des VKI, dass verrechnete Kosten, die nicht transparent vereinbart wurden, zurückzuerstatten sind. Versicherungsnehmer:innen stehen laut VKI also Ansprüche gegenüber den Versicherungsunternehmen aufgrund intransparenter Kostenklauseln zu. Die Versicherungsbranche ist der Ansicht, dass diese Ansprüche aufgrund der Festlegung der Kosten im Versicherungstarif unbegründet sind.
Nach intensiven Verhandlungen sei es nun gelungen, die Lösung für alle Teilnehmer:innen der Sammelaktion zu erzielen: Alle 22 Versicherungen haben sich laut VKI einverstanden erklärt, diese Branchenlösung umzusetzen.
„Wir sind sehr zufrieden“
Die Verbraucherschützer des VKI zeigen sich in der Aussendung angetan: „Mit dieser Lösung sind wir sehr zufrieden, weil wir für tausende Verbraucher:innen einen Mehrerlös erreichen und somit langwierige Gerichtsverfahren vermeiden konnten“, so Stefan Schreiner, zuständiger Jurist für Sammelaktionen in der Abteilung Intervention.
Jetzt den Newsletter von Extrajournal.Net abonnieren
Täglich aktuell in Ihrer Mailbox.



