Forschungspreis. Die B&C Privatstiftung hat die TU Wien, das AIT und Sendance mit dem Houskapreis ausgezeichnet. Der Mariella-Schurz-Preis ging an die MedUni Wien.
Am 21. April 2026 hat die B&C Privatstiftung die diesjährigen Sieger des Houskapreis 2026 ausgezeichnet. Der Preis wird seit über 20 Jahren an herausragende, anwendungsorientierte Forschungsprojekte vergeben und ist mit insgesamt 760.000 Euro dotiert.
„Die diesjährigen Siegerprojekte zeigen eindrucksvoll, wie leistungsfähig anwendungsnahe Forschung in Österreich ist. Sie verbinden wissenschaftliche Exzellenz mit konkreter Umsetzung und leisten damit einen wichtigen Beitrag für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“, so Erich Hampel, Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung.
Die diesjährigen Preisträger
Der Houskapreis wurde dieses Jahr wieder in den drei Kategorien „Hochschulforschung“, „Außeruniversitäre Forschung“ und „Forschung & Entwicklung in KMU“ vergeben. Die Erstplatzierten erhielten die goldene Houskapreis-Statue sowie jeweils 150.000 Euro Preisgeld, die Zweitplatzierten 70.000 Euro und die Drittplatzierten 30.000 Euro.
- In der Kategorie „Hochschulforschung“ wurde ein Forschungsteam um Helmut Riedl-Tragenreif, Professor am Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie an der TU Wien, für das Projekt „The Hotter, the Better – Mikrometerdünne Schichten für maximale Performance“ mit dem 1. Platz des Houskapreises ausgezeichnet. Die Forscher entwickelten mikrometerdünne Hochtemperatur-Beschichtungen, die Turbinenbauteile widerstandsfähiger machen sollen. Auf den zweiten und dritten Platz kamen die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und die MedUni Wien.
- Die Statue in der Kategorie „Außeruniversitäre Forschung“ ging an das AIT Austrian Institute of Technology. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Voltera: KI-gestütztes Netzmanagement für sichere, flexible Energie“, das am Center for Energy entwickelt wurde. Voltera ist ein KI-gestütztes System zur besseren Ausnutzung von Kapazitäten in elektrischen Verteilernetzen. Stellvertretend für das Forschungsteam nahm Bharath Varsh Rao, Forschungsingenieur am AIT, die Auszeichnung entgegen. Auf Platz zwei und drei folgten die Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH und ein zweites Team des AIT.
- In der Kategorie „Forschung & Entwicklung in KMU“ sicherte sich das Linzer Unternehmen Sendance den 1. Platz des Houskapreises für die Entwicklung seiner Plattform. Die skalierbare Sensor- und Datenlösung ermöglicht eine datenbasierte Anpassung orthopädischer Hilfsmittel. „Uns ist es gelungen, medizinische Hilfsmittel intelligenter zu machen und ihre Wirkung erstmals objektiv messbar darzustellen“, so Sendance-Geschäftsführer Robert Koeppe. Die AT Space GmbH und die Ocean Maps GmbH kamen auf den zweiten und dritten Platz.
Mariella-Schurz-Preis geht an MedUni Wien
Der diesjährige Mariella-Schurz-Preis ging an ein Forschungsteam der MedUni Wien für das Projekt „Smart Versatile Auto-Stop Navigation-Bohrplattform (SVAN)“. Die SVAN-Technologie unterstützt chirurgische Bohrvorgänge durch das frühzeitige Erkennen von Veränderungen im Knochenwiderstand. Das Projekt überzeugte eine junge Jury, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Sir Karl Popper Schule.
Der Mariella-Schurz-Preis ist ein Sonderpreis, der seit 2024 im Rahmen des Houskapreises von der B&C Privatstiftung vergeben wird. Der Preis wurde zu Ehren von Mariella Schurz ins Leben gerufen, die viele Jahre Generalsekretärin der B&C Privatstiftung war. Der Preis umfasst ein zusätzliches Preisgeld von 10.000 Euro sowie eine eigens gestaltete Houskapreis-Statue.
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