Medizin & Recht. Die Neuerscheinung „Forensic Nursing“ soll zeigen wie Mediziner mögliche Straftaten rechtlich korrekt dokumentieren. Hilfe gibt es auch für den Umgang mit Opfern und Behörden.
Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sind häufig die ersten professionellen Kontaktpersonen im Gesundheitswesen für Betroffene von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung, so Fachverlag Facultas: Sie erheben Befunde, dokumentieren diese – und handeln dabei in Situationen mit hoher pflegerischer und rechtlicher Brisanz.
Dennoch fehle es im deutschsprachigen Raum bislang an klarer forensischer Handlungssicherheit in der Pflege. Der neue Titel soll Forensic Nursing auf rund 180 Seiten als eigenständiges pflegerisches Tätigkeitsfeld vorstellen und dabei pflegewissenschaftliche Expertise mit forensischem Wissen und rechtlichen Rahmenbedingungen verbinden, so der Verlag.
Der Inhalt
Behandelt werden laut den Angaben u.a.:
- gerichtsverwertbare Dokumentation z.B. von Verletzungen
- forensische Spurensicherung
- klinisch-forensische Fotodokumentation
- der professionelle Umgang mit Betroffenen unterschiedlicher Gewaltformen
Ein besonderer Schwerpunkt liege auf den rechtlichen Grundlagen und der Rolle von Pflegepersonen im gerichtlichen Kontext. Zielgruppe des Buchs sind Studierende, Lehrende und Praktiker:innen der Gesundheits- und Krankenpflege sowie alle, die mit forensisch relevanten Fragestellungen und Opferschutzstrukturen befasst sind. Die Autor:innen sind Marius Contor, Christian Husch, Hans Peter Köllner und Bettina M. Madleitner.
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