Marktstudie. Infolge der massiven Preiserhöhungen in der klassischen Gastronomie stand 2025 bei Konsumenten Fast Food hoch im Kurs, so Branchenradar.
In den letzten fünf Jahren erhöhten sich die Preise in der Gastronomie um mehr als 40 Prozent. Es sei daher nicht verwunderlich, dass Konsumenten verstärkt preisgünstige Alternativen suchen.
Offensichtlich haben sie diese im vergangenen Jahr in den verschiedenen Varianten von Fast Food gefunden, so eine Aussendung zur Marktstudie von Branchenradar.com: in Würstelständen, in Imbissen, die ausländische Speisen wie Döner, Pizza oder asiatische Schnellgerichte verkaufen sowie in der einschlägigen System-Gastronomie, also bei McDonald’s, Burger King, KFC & Co.
Rund 8 Prozent Umsatzzuwachs
Laut aktuellem „Branchenradar Fast Food in Österreich“ erhöhte sich im Jahr 2025 der Umsatz der Fast Food-Standorte – zu Endverbraucherpreisen – um 7,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt rund 1.378 Millionen Euro. Dagegen hat die Gastronomie insgesamt – einschließlich Gasthäusern, Restaurants, Fast-Food-Anbietern, Kantinen etc. – laut Statistik Austria 2025 Umsätze in Höhe von rund 17,1 Mrd. Euro erzielt, was ein Wachstum von bloß 2,1 % bedeutet.
Lieferdienste und Gutscheine als Zugpferd
„Insbesondere die Systemgastronomie entwickelte sich überaus dynamisch“, so Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Branchenradar Marktanalyse. Angeschoben wurde das Geschäft vom Ausbau der Lieferdienste, insbesondere aber von Rabatt- und Gutscheinaktionen, heißt es dazu.
- Die Systemgastronomie, also Burgerketten usw., steigerte ihre Erlöse im Jahresvergleich um 8,4 Prozent auf 1.145 Millionen Euro.
- Würstelstände und Imbisse, sozusagen die traditionelle Variante des Fast Foods, setzten im Vorjahr insgesamt 233 Millionen Euro um, ein Zuwachs von 4,1 Prozent. Sie wuchsen damit ebenfalls nahezu doppelt so rasch wie die Gastronomie insgesamt.
Warum die Konsumenten im Vorjahr verstärkt zu Fast Food griffen, liege auf der Hand: Eine Mahlzeit inklusive Getränk sei dort in der Regel deutlich günstiger zu bekommen als in einer klassischen Gastwirtschaft. „Das war zwar auch so in den Jahren davor, wenn aber der Spardruck zunimmt, bekommt das eine höhere Priorität“, so Kreutzer. Am Würstelstand lag der Durchschnittserlös einer Mahlzeit inklusive Getränk unter 10 Euro, in der Systemgastronomie kostete ein Menü im Schnitt weniger als 15 Euro. Nur wenige Gasthäuser oder Restaurants können da mithalten, heißt es.
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