Industrie & Anwälte. Schönherr hat indie Semiconductor beim Erwerb der CMOS-Bildsensor-Sparte von ams OSRAM AG beraten. (Update)
Wirtschaftskanzlei Schönherr hat indie Semiconductor beim Erwerb der fabless CMOS-Bildsensor-Sparte von ams OSRAM AG zu einem Gesamtkaufpreis von 40 Mio. Euro beraten, so eine Aussendung. „Fabless“ bedeutet „fabriklos“, also keine eigene Fertigung.
Der Kaufpreis besteht aus 35 Mio. Euro in bar, zahlbar bei Closing, sowie einem von ams OSRAM gewährten Vendor Loan Note in Höhe von 5 Mio. Euro Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt üblicher Vollzugsbedingungen und behördlicher Genehmigungen und werde voraussichtlich im dritten Quartal 2026 abgeschlossen.
Das Kaufobjekt
Mit Hauptstandorten in Belgien und Portugal umfasst die erworbene Produktlinie CMOS-Bildsensoren für Industrie-, Automatisierungs- und Physical-AI-Anwendungen. Das Portfolio aus Produkten, geistigem Eigentum und Designs ergänze die Automotive-ADAS-Sensorlösungen von indie und stärke die multimodale Sensorplattform des Unternehmens in den Bereichen Radar, Vision, LiDAR und Ultraschall.
Dabei geht es indie laut den Angaben vor allem um neue Physical-AI-Anwendungsfelder, darunter humanoide Robotik, kollaborative Roboter (Cobots) und autonome mobile Roboter (AMRs).
Der Käufer und seine Berater
Mit Hauptsitz in Aliso Viejo, Kalifornien, entwickelt indie Semiconductor Halbleiter, Photonik und Perzeptionssoftware für den Automobilsektor. Schönherr beriet indie Semiconductor zum österreichischen Recht im Zusammenhang mit der Transaktion. Zuvor hat Schönherr indie schon bei der Übernahme von Automotive-Software-Anbieter emotion3D begleitet.
Das Schönherr-Team wurde von Thomas Kulnigg (Partner) geleitet und außerdem Christoph Haid (Partner), Katharina Schindler (Counsel), Maha Zöhrer (Rechtsanwältin), Dina Mutevelic (Rechtsanwaltsanwärterin), Michael Woller (Partner), Marco Thorbauer (Partner) und Dominik Tyrybon (Rechtsanwalt).
Update: Kanzlei Freshfields hat ams OSRAM beim Verkauf beraten. Im Team waren Partner Arne Constantin-Krawinkel (Frankfurt) zusammen mit Partner Christoph H. Seibt (Hamburg, beide Corporate/M&A; beide Leitung) sowie die Associates Alexandra Harf und Maximilian Sander (beide Corporate/M&A, Hamburg).
Das Statement
„Diese Transaktion unterstreicht die anhaltend hohe strategische Bedeutung fortschrittlicher Sensortechnologien und KI-getriebener Anwendungen im Automobil- und Industriesektor“, so Schönherr-Partner Thomas Kulnigg. „Die Akquisition zeigt zudem die zunehmende Konvergenz von automobilen Innovationen, Robotik und intelligenter Automatisierung. Wir freuen uns, indie Semiconductor bei dieser strategisch bedeutenden Carve-out-Transaktion unterstützt zu haben.“
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