Bau & Kanzleien. Österreichs Bauwirtschaft stärken soll der Leitfaden „Rot-Weiß-Rote Vergaben“, den Anwaltskanzlei Schiefer mit der Gewerkschaft entwickelt hat.
Europas Probleme sind bekannt, Österreichs Bauwirtschaft spürt sie unmittelbar, so eine Aussendung der auf Vergaberecht spezialisierten Kanzlei Schiefer: steigende Kosten, stagnierende Aufträge, wachsende Anforderungen. Der neue Leitfaden „Rot-Weiß-Rote Vergaben“ soll demnach zeigen, wie öffentliche Auftragsvergabe zum wirtschaftspolitischen Hebel werden kann – für heimische Unternehmen, gesicherte Arbeitsplätze und eine resiliente Infrastruktur.
Regionale Unternehmen stärken, aber EU-konform
Österreich vergibt jährlich rund 70 Milliarden Euro an öffentlichen Aufträgen – ein Großteil davon geht an die Baubranche. Das novellierte Vergaberecht eröffne dabei mehr Spielräume als je zuvor. Wer diese kennt, könne sie nutzen, so Kanzlei Schiefer. Die Standortsicherung stehe dabei im Fokus.
Gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden Josef Muchitsch von der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) hat Martin Schiefer, Anwalt und Partner bei Schiefer Rechtsanwälte auf Basis des novellierten Vergaberechts den Leitfaden entwickelt, heißt es weiter: Darin setze man dem reinen Preiswettbewerb ein Gegenmodell entgegen. Lebenszykluskosten, Qualität, regionale Wertschöpfung sowie ökologische und soziale Auswirkungen bestimmen demnach, wer den Zuschlag verdient.
„Das neue Vergaberecht bietet deutlich mehr Möglichkeiten für regionale Vergaben. Entscheidend ist die richtige Gestaltung der Ausschreibungen“, so Schiefer. Der Leitfaden werde gemeinsam mit den Bau-Sozialpartnern breit in Österreich verteilt. Geplant seien weiters eigene Webinare sowie gezielte Informationen für Städte, Gemeinden, öffentliche Auftraggeber, Betriebe und Beschäftigte.
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