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Versicherungsaufsicht: Martina Andexlinger folgt auf Peter Braumüller

©ejn

Wien. Bei der FMA übernimmt Martina Andexlinger die Leitung des Bereichs Versicherungs-, Pensionskassen- und Vorsorgekassenaufsicht.

Mit 1. Juni 2026 übernahm Martina Andexlinger die Leitung des Bereichs „Versicherungs-, Pensionskassen- und Vorsorgekassenaufsicht“ der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA), so eine Aussendung. Sie tritt damit die Nachfolge von Peter Braumüller an, der diesen Bereich über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt hat und in den Ruhestand geht.

Die Aufgaben

Die FMA beaufsichtigt 72 Versicherungsunternehmen mit einem verwalteten Vermögen von Ꞓ110,4 Milliarden und Ꞓ24 Milliarden jährlichem Prämieneinkommen. Die österreichischen Versicherungsgruppen sind traditionell stark international ausgerichtet; rund 100 Töchter sind in 26 Märkten, vor allem in Zentral-, Ost- und Südosteuropa aktiv. Die bedeutendsten Versicherungskonzerne mit österreichischem HQ sind Vienna Insurance Group (VIG), Uniqa und Grawe-Gruppe, die bedeutende Marktanteile in den zentral- und osteuropäischen Märkten halten.

Die Bedeutung der Versicherungsbranche stelle hohe Anforderungen sowohl an die laufende Überwachung als auch an die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden und europäischen Institutionen, so die FMA. Die Pensionskassen und Betrieblichen Vorsorgekassen gewinnen durch die unlängst von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge an Bedeutung und werden die FMA vor neue Aufgaben stellen, heißt es.

Die Laufbahn

Martina Andexlinger ist seit vielen Jahren in Führungsfunktionen der FMA tätig, zuletzt in den integrierten Aufsichtsbereichen Conduct sowie Geldwäscheprävention. Als Leiterin des Transformationsprogramms „Fit For Future“ habe sie die strategische Weiterentwicklung und Modernisierung der FMA maßgeblich vorangetrieben.

Vorgänger Peter Braumüller hat auf nationaler und auf europäischer Ebene – unter anderem im Rahmen der europäischen Aufsichtsbehörde EIOPA und ihrer Vorgängerstrukturen – wesentliche Impulse gesetzt, so die FMA. Der Vorstand der FMA dankt ihm für seine herausragenden Verdienste um den Finanzplatz Österreich.

Das Organigramm

Mit der Neubestellung sind die Bereichsleitungen der FMA folgendermaßen aufgestellt:

  • Bereich I – Bankenaufsicht: Michael Hysek
  • Bereich II – Versicherungs-, Pensionskassen- und Vorsorgekassenaufsicht: Martina Andexlinger
  • Bereich III – Wertpapieraufsicht: Birgit Puck
  • Bereich IV – Integrierte Aufsicht und Innovation: Katharina Muther-Pradler
  • Bereich V – Services: Philipp Kaiser-Hiebinger
  • Bereich VI – Abwicklung, Verfahren und Recht: Oliver Schütz

Die Statements

„Die österreichischen Versicherer gehören in ihren Auslandsmärkten vielfach zu den systemrelevanten Akteuren. Das macht eine wirksame, international vernetzte und fachlich exzellent aufgestellte Versicherungsaufsicht zu einer zentralen Aufgabe der FMA – für die Stabilität des österreichischen Finanzmarktes ebenso wie für das Vertrauen der Versicherten“, so die die FMA-Vorstandsmitglieder Mariana Kühnel und Helmut Ettl.

„Wir freuen uns, mit Martina Andexlinger eine erfahrene Aufseherin aus den Reihen der FMA neu in unserem Senior Management Team begrüßen zu können“, so Mariana Kühnel und Helmut Ettl weiter. „Bei Peter Braumüller bedanken wir uns für mehr als zwei Jahrzehnte, in denen er die Versicherungsaufsicht der FMA mit ruhiger Hand durch Finanzkrise, Niedrigzins-Periode und Pandemie gesteuert und auf höchster europäischer Ebene mitgestaltet hat.“

„Die Versicherungsaufsicht ruht auf einem außergewöhnlich starken fachlichen Fundament, das über Jahrzehnte mit hoher Expertise errichtet wurde. Darauf aufbauend werde ich den Fokus auf eine zeitgemäße, wirksame und konsequent risikoorientierte Aufsicht legen, getragen von transparenter und nachvollziehbarer Kommunikation. Ziel ist und bleibt, zur Stabilität des Finanzmarktes sowie zum Schutz der Versicherten und der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten beizutragen“, wird Andexlinger zitiert.

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