Wien & Wirtschaftskammer. Blockierte Ladezonen werden in Wien künftig mit einer „gelben Karte“ für Falschparker geahndet, so die Wirtschaftskammer.
Blockierte Ladezonen verursachen mehr Verkehr, Emissionen und Zeitverlust: Mit „Gelben Karten“ wollen Kleintransporteure die Falschparker:innen künftig auf ihr Verhalten aufmerksam machen, so eine Aussendung der Wirtschaftskammer Wien.
Inspiriert von König Fußball
In den kommenden Wochen werden demnach nicht nur bei der Fußball-WM in Nordamerika Gelbe Karten gezückt: Wiens Kleintransporteure haben jetzt bunte Kartons dabei, mit denen sie Autolenker auf das Blockade-Problem aufmerksam machen wollen. Sie stecken die eigens gestalteten „Gelbe Karten“ jenen Fahrzeugen an die Windschutzscheibe, die Ladezonen unerlaubt blockieren.
Auf diesen Karten werde erklärt, warum freie Ladezonen für das Funktionieren der Stadt wichtig sind: „So wie Schiedsrichter möchten auch wir eigentlich keine Gelben Karten verteilen“, so Gurdial Singh Bajwa, Obmann der Wiener Kleintransporteure. „Aber wenn Ladezonen blockiert sind, dann müssen unsere Lenker in die Verlängerung gehen.“
Schwere Folgen für Betriebe
Für Kleintransporteure habe die Blockade gravierende Folgen im Arbeitsalltag: „Touren geraten durcheinander, Zustellungen verzögern sich, und die verlässliche Planung von Liefer- und Servicefahrten wird erschwert. Denn Ladezonen sind dafür da, Be- und Entladevorgänge zu erleichtern und betriebliche Abläufe abzusichern“, erklärt Bajwa.
Ist keine Ladezone nutzbar, bleibe oft nur das kurzfristige Halten in der zweiten Spur. Das führt dann natürlich potenziell zu Staus, Ärger im fließenden Verkehr und zu gefährlichen Situationen für Radfahrer und Fußgänger. Ganz abgesehen davon, dass Kleintransporteure Strafen (Anm.d.Red.: Rote Karten?) riskieren müssen. Die Gelben Karten seien ein augenzwinkernder Hinweis auf ein „ernstes Problem“, so der Kleintransporteure-Obmann.
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