Quartalsbericht. Österreichs Versicherer wuchsen zuletzt um 3,5 Prozent, so die FMA. Das umstrittene Thema Private Credit stehe verstärkt im Fokus.
Die österreichischen Versicherungsunternehmen haben im 1. Quartal des Jahres 2026 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 366,5 Millionen Euro und damit fast genau den Vorjahreswert erreicht.
Die finanzielle Stärke der Branche – gemessen am Solvabilitätsgrad – stieg im Jahresvergleich auf 262% (Median), einer der höchsten Werte in Europa, so der neue Quartalsbericht der Finanzmarktaufsicht (FMA). Gleichzeitig stieg das Prämienvolumen um 3,5% auf 7,55 Milliarden Euro.
So schnell wachsen die Sparten
- Überdurchschnittlich stark stieg erneut das Prämieneinkommen in der Krankenversicherung mit 8,1% auf 930 Mio. Euro.
- In der Lebensversicherung setzte sich der Trend hin zu Einmalerlägen und zu fonds- und indexgebundenen Produkten fort. Die Sparte wuchs insgesamt um 2,1% auf 1,47 Mrd. Euro.
- Die Schaden/Unfall-Sparte wuchs um 3,1% auf 5,15 Milliarden Euro.
Gewinnseitig glichen Lebens- und Krankenversicherung einen Rückgang in der Schaden- und Unfallversicherung weitgehend aus, so die FMA.
Aufsicht nimmt Private Credit ins Visier
Nach Insolvenzen im US-Markt stehe die Anlageklasse Private Credit verstärkt im Fokus der europäischen Aufsicht. Die EZB schätzt das Exposure europäischer Versicherer auf 2,3% der Vermögenswerte. Die direkte Exponierung österreichischer Versicherungsunternehmen gegenüber Private-Credit-Fonds sei jedoch mit 0,46% der gesamten Kapitalveranlagung (exklusive fonds- und indexgebundener Versicherung) deutlich geringer, so die FMA.
Aufgrund der dynamischen Entwicklung steht diese Assetklasse jedoch weiterhin unter regulatorischer Beobachtung, hält die österreichische Finanzmarktaufsicht in ihrer Aussendung fest.
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