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Business, Recht

Neue Interessenvertretung für Energiespeicher jagt Doppel-Gebühren

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Energiebranche. Energiespeicher sind ein Investitionsmotor für den Wirtschaftsstandort, so der neue Bundesverband. Er will die „doppelten Netzgebühren“ loswerden.

Mit der Gründung des Bundesverbandes Energiespeicher Österreich erhalte der heimische Energiespeichersektor erstmals eine eigenständige Interessenvertretung auf Bundesebene.

Österreich erzeuge zunehmend mehr erneuerbaren Strom, als das System in Echtzeit aufnehmen kann. Überschussstrom werde zu Niedrigstpreisen exportiert, während Österreich in Bedarfsspitzen auf teuren Importstrom angewiesen ist, heißt es. Die volkswirtschaftlichen Kosten dieses Ungleichgewichts tragen Haushalte und Betriebe – in Form volatiler Energie- und Netzrechnungen. Batteriegroßspeicher seien der fehlende Baustein: Sie speichern Überschüsse, stabilisieren das Netz und machen heimisch erzeugte Energie bedarfsgerecht verfügbar, so der Anspruch.

Grüne Energie braucht Speicher

Rund 35 Unternehmen und Organisationen haben sich laut einer Aussendung nun zum Start dem neuen Bundesverband angeschlossen, um den Ausbau von Großspeichern und marktdienlich betriebenen Batteriespeichern in Österreich voranzutreiben. Bereitstehende Privatinvestitionen von bis zu fünf Milliarden Euro, volkswirtschaftliche Einsparungen von bis zu 4,1 Milliarden Euro jährlich und rund 1.000 neue sowie gesicherte Arbeitsplätze seien als Größenordnung für den Ausbau von Energiespeichern in Österreich realistisch; dabei gebe es keine Belastung für den Steuerzahler.

Arbeit an regulatorischen Hindernissen

Im Mittelpunkt der Arbeit des Bundesverbands stehe die Überwindung eines zentralen regulatorischen Hemmnisses: Energiespeicher werden in Österreich derzeit wie Endverbraucher behandelt, obwohl sie den Strom, den sie speichern, nicht verbrauchen, sondern dann wieder ins Netz abgeben, wenn er gebraucht wird. Sie würden damit für ihre systemdienliche Funktion mit doppelten Netzentgelten bestraft. Diese Einstufung verhindere die Realisierung der bereitstehenden Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro.

Der Verband fordert die Anerkennung von Speichern als systemdienliche Infrastruktur. Mit dem EABG sei ein erster wichtiger Impuls gesetzt worden; der Verband werde nun auf eine konsequente Umsetzung dieses Ordnungsrahmens hinwirken, wie es heißt.

Mitglieder und Organe

„Wir fordern keine Förderungen – wir fordern faire Spielregeln“, so Christoph Schmidt, neu gewählter Präsident des Bundesverbands Energiespeicher Österreich. Schmidt ist Geschäftsführer von Bloch3 S, der Speichersparte der Blochberger-Gruppe. Der Verband repräsentiere mehr als 35 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Speicherbetrieb, Projektentwicklung, Energiewirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Finanzierung und Vermarktung – darunter EVN Naturkraft, BE Energy GmbH, Blackvolt Energy, Bloch3, Püspök, Electrify, Enspired, Contour Global, Enrail, Metaplan, Amarenco, Impeto und Hello Energy.

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