Innovationen & Regulierung. Ab August richtet jeder EU-Staat ein nationales KI-Reallabor ein, als Testraum für neue KI-Tools. Kanzlei Schiefer sieht Potenzial für Österreich.
Die neuen EU-Reallabore werden ab August 2026 zur Chance für Österreich, heißt es in einer Aussendung der auf Vergaberecht spezialisierten Anwaltskanzlei Schiefer.
Ein Labor für die europäische KI
Ab 2. August 2026 hat jeder EU-Staat ein nationales KI-Reallabor einzurichten – einen behördlich begleiteten Testraum für KI-Innovation unter klaren Regeln. Damit starte ein innovationsfreundlicher Aspekt der KI-Verordnung der EU: Unternehmen und Forschung sollen in diesen Labors neue KI-Anwendungen unter klaren Regeln entwickeln und erproben können.
Die Medizin als Kandidat
„Besonders die Medizin profitiert von KI-Systemen, die Diagnosen unterstützen, Ärzt:innen entlasten oder bildgebende Verfahren auswerten“, so Martin Schiefer, Partner von Schiefer Rechtsanwälte. Er sieht großes Marktpotenzial – immerhin liege das geschätzte Einsparpotenzial im US-Gesundheitssystem durch KI bei 200 bis 360 Milliarden US-Dollar.
Ein nationales KI-Reallabor sei mehr als regulatorische Pflicht: Es könne Investitionen, Forschungsteams und KI-Talente anziehen. Weiters könne es Klarheit für Behörden schaffen, die KI-gestützte Systeme einkaufen, und Anbietern wie Anwendern einen verlässlichen Prüfrahmen geben. Dies gelte auch für Dual-Use-KI, die sowohl militärisch als auch zivil eingesetzt werden kann, heißt es.
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