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Mehr Gründungen, aber nach fünf Jahren sind 64 Prozent wieder weg

Statistik Austria ©Klaus Ranger

Österreich. Knapp 39.600 Firmengründungen gab es zuletzt, ein Anstieg um fünf Prozent. Die Überlebensrate sinkt jedoch.

39.554 neue Unternehmen wurden laut Statistik Austria im Jahr 2024 in Österreich gegründet, um etwa 5% mehr als im Jahr zuvor. Die Neugründungsrate, also der Anteil der Neugründungen an den insgesamt am Markt aktiven Unternehmen, lag im Vergleich zu 2023 nahezu unverändert bei 6,3%. Mehr als ein Drittel (36,4%) der 5 Jahre zuvor (2019) gegründeten Unternehmen war 2024 noch aktiv (und demnach 63,6 Prozent nicht mehr), so die Statistik Austria.

„Hohe Gründungsdynamik“

„Die Gründungsdynamik in Österreich ist weiterhin hoch. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren entfiel mit knapp 90% der Großteil der Firmenneugründungen auf den Dienstleistungsbereich, insbesondere auf den Handel. Die höchste Überlebensrate verzeichneten Unternehmen im produzierenden Bereich, hier war mehr als jedes 2. Unternehmen 5 Jahre nach der Gründung noch aktiv“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, in einer Aussendung.

Im Jahr 2024 entstanden pro Unternehmensneugründung im Schnitt 1,2 Arbeitsplätze. Dabei wurden im produzierenden Bereich pro Neugründung im Durchschnitt mehr Arbeitsplätze (1,4 Beschäftigte) geschaffen als im Dienstleistungsbereich (1,2 Beschäftigte). Die Mehrheit der Neugründungen waren Unternehmen ohne unselbständig Beschäftigte (82,5%).

Wo es die meisten Neugründungen gibt

  • 89,1% der Unternehmensneugründungen erfolgten im Dienstleistungsbereich, die meisten davon im Handel (6.280), bei den freiberuflichen/technischen Dienstleistungen (5.991) und bei den sonstigen Dienstleistungen (3.843).
  • Die höchsten Neugründungsraten wiesen die Wirtschaftsbereiche sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (10,0%), Erziehung und Unterricht (9,3%), Verkehr (9,2%), sonstige Dienstleistungen (8,8%), sowie der Bereich Information und Kommunikation (8,0%) auf.
  • Am niedrigsten waren die Anteile neu gegründeter Unternehmen in den Bereichen Wasserversorgung und Abfallentsorgung (1,3%), Bergbau (1,5%) und bei den Finanz- und Versicherungsleistungen (3,7%).

Knapp zwei Drittel existieren nach fünf Jahren nicht mehr

Die Überlebensraten der Unternehmen eines Gründungsjahrgangs, also einer Gründungskohorte, sinken von Jahr zu Jahr, heißt es weiter: Von den 2019 neu gegründeten Unternehmen waren 1 Jahr später noch 83,3% aktiv, 5 Jahre später waren es 36,4%. Auch hier zeigen sich aber branchenspezifische Unterschiede:

  • Im produzierenden Bereich war die 5-Jahres-Überlebensrate von 2019 auf 2024 mit 54,3% deutlich höher als im Dienstleistungsbereich mit 34,2%.
  • Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet waren die 5-Jahres-Überlebensraten in der Wasserversorgung und Abfallentsorgung (65,7%), im Grundstücks- und Wohnungswesen (62,2%), in der Energieversorgung (59,5%), im Bau (54,4%), in der Herstellung von Waren (53,0%) und im Bergbau (50,0%) am höchsten.

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